Auswege aus der Jobmisere gesucht

15. Februar 2005, 14:55
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Minister Bartenstein lädt Sozialpartner, Vertreter des Arbeitsmarktservice und Experten zu Gipfel - Detailprobleme auf der Agenda

Wien - Am Dienstag beginnt um 14.00 Uhr im Wirtschaftsministerium ein Spitzengespräch zum Thema Arbeitsmarkt. Arbeitsminister Bartenstein (V) hat zum Arbeitsmarktgipfel die Spitzen der Sozialpartner, Vertreter des Arbeitsmarktservice (AMS) und Experten geladen. Hintergrund des Arbeitsmarktgipfels sind erneute Arbeitslosen-Rekordzahlen im Jänner. Im Vormonat waren inklusive rund 48.000 Schulungsteilnehmern 364.000 Österreicher ohne Beschäftigung.

Auf der Agenda stehen eine Reihe von Detailproblemen - jede am Gipfel teilnehmende Partei bringt ihre eigene Agenda mit: Bartenstein will die Effizienz des Arbeitsmarktservice (AMS) gesteigert sehen und durch Jahresarbeitszeitmodelle die Belastung der AMS-Kassen durch Saison-Branchen (Bau und Tourismus) verringern. ÖGB und Arbeiterkammer (AK) drängen auf ein 250 Millionen Euro höheres Budget für das AMS sowie auf 500 zusätzliche AMS-Planposten.

Lohnkosten

Für Wirtschaftskammer (WKÖ) und Industriellenvereinigung (IV) wiederum steht das Thema Senkung der Lohnkosten (z.B. der Lohnnebenkosten) im Zentrum. Gemeinsam mit der Industriellenvereinigung (IV) drängt die Wirtschaftskammer auf eine "Flexibilisierung" über ein neues Arbeitszeitgesetz. Dies würde der Wirtschaft die Senkung der Überstundenkosten erlauben, was zu einem Plus an Arbeitsplätzen führen soll.

An dem Gespräch, das um 14.00 Uhr beginnt, werden neben Bartenstein die Präsidenten Fritz Verzetnitsch (ÖGB), Herbert Tumpel (AK) und Rudolf Schwarzböck (Landwirtschaftskammern) teilnehmen. WKÖ-Präsident Christoph Leitl wird von Generalsekretär Reinhold Mitterlehner vertreten. Weiters stehen auf der Teilnehmerliste der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV), Markus Beyrer, AMS-Vorstand Herbert Buchinger und AMS-Verwaltungsrat Günter Steinbach sowie der Arbeitsmarktexperte der Synthesis Forschungsgesellschaft, Michael Wagner-Pinter. (APA)

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    Mit 364.000 Arbeitssuchenden erreichten die Arbeitslosenzahlen im vergangenen Jänner einen neuen Rekordwert.

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