Bären im Osten Russlands leiden unter Schlaflosigkeit

21. Februar 2005, 21:57
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Möglicherweise stört Klimaerwärmung den Winterschlaf

Wladiwostok - Die Bären im Fernen Osten Russlands können keinen richtigen Winterschlaf mehr machen. In der Region Primorje würden vor allem Bärenmännchen während der Wintermonate nicht mehr in einen tiefen Schlaf fallen, sondern weiterhin durch die Wälder streifen, sagte Wladimir Aramilew von der Russischen Akademie der Wissenschaften am Montag. Die Männchen legen sich demnach nur noch während der größten Kälte einige Tage hin; die Weibchen und Jungen hingegen halten weiterhin wie gewohnt ihren Winterschlaf.

Aramilew sagte, die Klimaerwärmung könne verantwortlich für das Phänomen sein, das schon seit mehreren milden Wintern beobachtet werde. In diesem Winter aber sei es aber wieder sehr kalt, mit Temperaturen unter minus 30 Grad Celsius, und trotzdem würden die Bären nicht richtig schlafen. Die Einwohner von Primorje haben große Angst vor Bären im Winter, weil diese ausgehungert und entsprechend gefährlich sind. Menschen in der Region berichten von Angriffen auf Mensch und Vieh. (APA)

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    Die Bären im fernen Osten Russlands halten kaum noch Winterschlaf.

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