AUA-Piloten wollen weitere Versammlungen

16. Februar 2005, 19:10
posten

Ruhezeiten-, Freizeitregelungen und Karrieremodell werden eingemahnt

Wien - Das Bordpersonal der AUA droht nach der gestrigen mit weiteren Informationsveranstaltungen, sollten die im Kollektivvertrag festgelegten Betriebsvereinbarungen nicht umgesetzt werden. Am Montag dauerte die Versammlung rund eineinhalb Stunden.

Als Folge davon hatte ein Flug nach London eine Stunde Verspätung, drei Langstreckenflüge nach Washington, Delhi und Melbourne wurden auf den frühen Nachmittag verlegt. Ersatzmaschinen mit Besatzungen wurden diesmal nicht angemietet.

Ruhezeiten-, Freizeitregelungen und Karrieremodell werden eingemahnt

Hintergrund der Zusammenkunft des Bordpersonals: Aus Sicht der Betriebsräte wurden Vereinbarungen nicht planmäßig umgesetzt, was die Ruhezeiten und Freizeitregelungen betrifft. Unzufrieden ist auch das Bordpersonal von Austrian arrows/Tyrolean, die auf das vereinbarte Karrieremodell drängen, das ihnen einen Wechsel in die Muttergesellschaft Austrian ermöglichen soll.

Die AUA bestätigt, dass die Umsetzung der Vereinbarungen ins Stocken geraten ist. Dafür sei aber die Belegschaftsvertretung verantwortlich: Trotz großer Bemühungen der Unternehmensleitung habe der Betriebsrat Bord "einige noch offene Betriebsvereinbarungen im Anhang des neuen Kollektivvertrags" noch nicht unterfertigt. Einige dieser - für reibungslose operationelle Abläufe notwendige - Vereinbarungen seien schon fertig ausverhandelt. Gleichzeitig habe der Bordbetriebsrat die Geschäftsleitung "mit einer Reihe aus seiner Sicht offener Detailpunkte konfrontiert". Die von der AUA angebotenen Terminvorschläge blieben bisher unbeantwortet.

Die AUA verweist auf erreichte Fortschritte bei der Zusammenführung des Flugbetriebs von Austrian und Lauda Air. Auch die angesprochenen "Detailpunkte" seien "mit beiderseitigem konstruktivem Willen unter Einhaltung der durch den neuen Kollektivvertrag dafür klar festgelegten Rahmenbedingungen durchaus lösbar", meint die AUA. (cr, APA, DER STANDARD, Print-Ausgabe, 15.2.2005)

Share if you care.