Großbritannien: Zwerge locken Taucher in den Tod

16. Februar 2005, 22:09
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Gnom-Landschaft unter Wasser forderte schon drei Menschenleben - Abenteurer blieben zu lange unten

London - Britische Gartenzwerge locken Taucher in tödliche Tiefen: Auf der Suche nach einer Unterwasserattraktion im englischen Wastwater-See sind nach Medienberichten vom Montag bisher schon drei Menschen ums Leben gekommen. Die Gnom-Landschaft mit mehr als 40 Gartenzwergen samt liebevoll gestaltetem Dorf mit Zäunen und kleinen Gärten haben einheimische Taucher nach und nach auf dem Grund des 80 Meter tiefen Sees im Lake District aufgebaut.

Das Zwergendorf lockt immer wieder Abenteurer aus dem ganzen Land an, die sich jedoch des Risikos offensichtlich nicht bewusst sind: Nach den Angaben blieben die verunglückten Taucher zu lange in zu großer Tiefe, um die Gartenzwerge zu finden.

Obwohl Polizeitaucher wegen der Gefahr regelmäßig die Unterwasserzwerge einsammeln, ist die Kolonie immer weiter gewachsen - und in immer größere Tiefen vorgedrungen. "Wir Polizeitaucher dürfen aus rechtlichen Gründen höchstens 50 Meter tief tauchen", sagte ein Polizist dem britischen Rundfunksender BBC. "Wenn es einen neuen Garten mit Zwergen gibt, der tiefer liegt, können wir nichts mehr machen." (APA/dpa)

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