Kurden fordern Posten des Präsidenten oder Premiers

14. Februar 2005, 20:37
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Anspruch auf Ölstadt Kirkuk bekräftigt

Düsseldorf - Nach der Verkündung des Wahlergebnisses im Irak beanspruchen die Kurden Schlüsselpositionen in der neu zu bildenden Regierung in Bagdad. "Wir wollen entweder das Amt des irakischen Staatspräsidenten oder des Ministerpräsidenten besetzen", sagte Kamal Fuad, Präsident des kurdischen Regionalparlaments, dem in Düsseldorf erscheinenden "Handelsblatt".

Der Politiker bekräftigte zugleich den kurdischen Anspruch auf die Ölstadt Kirkuk. "Alle Gebiete, die historisch und geographisch zu Kurdistan gehören, sollen unter kurdische Verwaltung", sagte Fuad. Der Politiker sprach sich für ein Referendum aus, in dem über den künftigen Status von Kirkuk entschieden werden soll. "Wir werden mit allen friedlichen Mitteln versuchen, Kirkuk wieder zurückzubekommen", sagte Fuad. (APA/dpa)

Die gemeinsame Liste der beiden großen Kurdenparteien KDP (Kurdische Demokratische Partei) und PUK (Patriotische Union Kurdistans) sind hinter der schiitischen Allianz aus den Wahlen als zweitstärkste Kraft hervorgegangen. An dritter Stelle liegt die Liste des Übergangspremiers Iyad Allawi.
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