Deutschland bekräftigt Engagement bei UNO-Truppe

19. Februar 2005, 13:08
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Verteidigungsministerium erwägt Kontingent von 750 Soldaten vorstellen

Berlin - Deutschland ist zum Engagement bei einer möglichen Mission der Vereinten Nationen (UN) zur Absicherung des Friedensabkommens nach jahrelangen blutigen Kämpfen im Süden des Sudan bereit. Grundsätzlich sei die Bundesregierung "bereit zu helfen", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Thomas Steg am Montag in Berlin. Die UNO habe alle Mitglieder schriftlich gefragt, ob sie sich beteiligen möchten. Noch sei der UN-Sicherheitsrat aber nicht damit befasst gewesen. Der Umfang einer Beteiligung hänge vom Mandat ab.

Die künftige UN-Mission im Sudan (UNMISUD) soll nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung (Montag) mit mehr als 10.000 Blauhelmen die Einhaltung des Friedensabkommens zwischen der Zentralregierung in Khartum und den Rebellen überwachen. Die deutsche Bundeswehr solle sich nach einem Bericht des Verteidigungsministeriums für den Verteidigungsausschuss des Bundestags vor allem an dem 750 Soldaten starken Kontingent von Militärbeobachtern beteiligen und Stabsoffiziere für das Hauptquartier stellen. (APA/dpa)

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