"Spiegel" und Springer-Verlag arbeiten bei Archiven zusammen

23. Februar 2005, 13:11
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Doppelarbeit und 40 Arbeitsplätze fallen weg

Die Großverlage "Spiegel" und Axel Springer wollen in Zukunft große Teile ihrer Archive gemeinsam nutzen und so hohe Summen einsparen. Als Basis soll das bisherige elektronische Pressearchiv des "Spiegels" dienen, in das Teile der "Springer"-Bestände übertragen werden, wie beide Häuser am Montag mitteilten.

Dadurch falle Doppelarbeit weg, weil beispielsweise nicht mehr ein und derselbe Text in zwei Archiven gespeichert werden müsse. Mit der halben Arbeit sei im Endeffekt ein besseres Ergebnis zu erzielen, erklärte ein Sprecher der Axel Springer AG.

Durch die Zusammenarbeit werden 40 Arbeitsplätze im Springer-Archiv wegfallen, wie es weiter hieß. Die Mitarbeiter würden in Redaktionen versetzt oder der Abbau sozialverträglich geregelt. Nach Angaben eines "Spiegel"-Sprechers zahlt Springer für die Dienstleistung künftig eine nicht genannte Summe an den "Spiegel". Die Bereiche Recherche, inhaltliche Prüfung der Artikel und Ausschnitte auf Papier werden nicht in die Zusammenarbeit eingebracht. Laut "Spiegel"-Verlagsleiter Fred von Bismarck ist die Kooperation offen für weitere Partner. In Hamburg unterhält auch der Verlag Gruner und Jahr ein großes Archiv. (APA/AP)

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