Studie: Ähnlichkeiten gute Basis für Harmonie

20. Februar 2005, 12:08
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"Gegensätze ziehen sich an" soll unfundiert und falsch sein

New York - Ähnlichkeiten in der Persönlichkeit sind eine wichtige Voraussetzung für das Gelingen einer Liebesbeziehung. Das, was zunächst anziehend wirke, sei dagegen kein Garant für eine glückliche Beziehung, schreiben Eva Klohnen und Kollegen von der Universität Iowa im "Journal of Personality and Social Psychology" vom Montag. Auch die alte Volksweisheit, nach der sich "Gegensätze anziehen", sei unfundiert und schlicht falsch.

Der Studie zufolge unterschieden sich die Ähnlichkeiten, die zu Beginn einer Beziehung die Funken sprühen lassen von denen, die auf Dauer für Glück und Zufriedenheit sorgen. Anfangs knüpften das Verhalten, ähnliche Interessen und Religionen zwei Menschen zusammen, berichtet das Psychologenteam. Über Jahre hinweg aber spielten Ähnlichkeiten in der Persönlichkeit die entscheidende Rolle. Faktoren wie die Fähigkeit, aus sich heraus zu gehen, sowie das Verhalten bei Gewissensfragen und die eher positive oder negative Einstellung zur Umwelt müssten übereinstimmen.

Harmoniefaktor

Ähnliche Persönlichkeiten seien das Fundament für eine lange harmonische Ehe und wichtig dafür, dass die Beziehung nicht an den unterschiedlichen Ansätzen bei der täglichen Problemlösung oder der langfristigen Planung zerbricht, fand das Forscherteam. Es hatte 291 Frischvermählte befragt, die sich im Schnitt mehr als 3,5 Jahre kannten. (APA/dpa)

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