EU-Kommission will Einhaltung der Gurtenpflicht fördern

16. Februar 2005, 15:34
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Kampagane in zehn Mitgliedstaaten - Maskottchen soll Kinder überzeugen

Brüssel - Eine Sicherheitskampagne in zehn EU-Staaten soll Autofahrern die Notwendigkeit vor Augen führen, die Gurtenpflicht einzuhalten. Die Kampagne richtet sich vor allem an Kinder, die EU-Kommission hat dafür 1,4 Millionen Euro bereitgestellt, wie die Brüsseler Behörde am Montag mitteilte. Nach dem Start in den Niederlanden beginnt die Sensibilisierungskampagne demnächst in Belgien, Portugal, Spanien, Finnland, Schweden, Deutschland, Slowenien, Tschechien und Polen.

Im Zentrum der Kampagne steht ein kleines Maskottchen, das Kindern Spaß beim Anlegen von Sicherheitsgurten vermitteln soll. "Die Lage ist so Besorgnis erregend, dass gehandelt werden muss ", warnte Verkehrskommissar Jacques Barrot. 2003 starben nach Angaben der Kommission 46.700 Menschen auf den Straßen der EU, rund zwei Millionen wurden verletzt. In den kommenden fünf Jahren will die EU die Zahl der Verkehrstoten halbieren.

Wenig Beachtung

Nach Angaben der Kommission wird die Gurtpflicht in den genannten zehn Ländern auf den Vordersitzen nur unzureichend beachtet, nur 60 bis 80 Prozent der Insassen halten sich daran. Auf den Rücksitzen ist es gar nur die Hälfte. Auch Rückhaltesysteme für Kinder sind noch nicht allgemein üblich. Am besten schneiden Schweden, Großbritannien und die Niederlande ab, wo neun von zehn Autoinsassen anschnallen. Die Kommission schätzt, dass jedes Jahr Hunderte von Menschenleben gerettet werden könnten, wenn alle EU-Staaten so weit kämen. Österreich liegt mit 74 Prozent knapp über dem EU-Schnitt. (APA)

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