USA: Mehrere Taliban wollen Versöhnungsangebot annehmen

17. Februar 2005, 09:39
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Anhänger des früheren Regimes in Afghanistan sollen Waffen niederlegen

Kabul - Mehrere hochrangige Taliban wollen nach Darstellung des US-Sonderbotschafters in Afghanistan, Zalmay Khalilzad, das von ihm ausgesprochene "Versöhnungsangebot" annehmen. Sie seien nach Kabul gekommen, um am Versöhnungsprozess teilzunehmen, sagte Khalilzad am Montag in der afghanischen Hauptstadt. Der US-Sondergesandte sagte nicht, um wie viele und um welche Taliban-Kämpfer es sich handeln soll.

Khalilzad hatte den Rebellen vor zwei Monaten angeboten, ihre Verfolgung einzustellen, sollten sie ihre Waffen niederlegen. Ein Taliban-Sprecher hatte das Angebot abgelehnt. Das ursprünglich mit pakistanischer Hilfe an die Macht gekommene Taliban-Regime war durch die US-Invasion im Jahr 2001 gestürzt worden. Vor den vorjährigen Wahlen hatten die Taliban ihre Landsleute, die von ihrem Stimmrecht Gebrauch machen sollten, mit dem Tod bedroht. Eine Wahlregistrierung sei "gleichbedeutend mit Versklavung durch die USA", hatten die Taliban erklärt. (APA/dpa)

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