Tsunami: Österreicher und Deutsche klagen in den USA

15. Februar 2005, 13:24
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Nicht vor der Flutwelle gewarnt - Fehler von Hotelketten

Wien - Nach der Flutkatastrophe am Indischen Ozean vom 26. Dezember klagen Österreicher und Deutsche in den USA. Hintergrund: Urlauber in Thailand und Sri Lanka wurden nicht vor dem Tsunami gewarnt. Vertreten werden sie von den Rechtsanwälten Gerhard Podovsovnik (Wien) und Herwig Hasslacher (Villach) sowie von US-Opferanwalt Ed Fagan, die Details zu ihren Vorhaben bei einer Pressekonferenz am (morgigen) Dienstag in Wien erläutern wollen.

Recherchen hätten schwere Fehler von US-Institutionen - unter anderem offenbar des Tsunami-Warnzentrums auf Hawaii - und Hotelketten ergeben, teilten die Anwälte mit. Die erste Klage erfolge auf Dokumentensicherung, "damit man sieht, was wann gemacht wurde", sagte Podovsovnik am Montag der APA. Das sei in einem Verfahren in den USA üblich. Genaueres werde Fagan bei der Pressekonferenz erklären.

"Wir haben um die 100 Leute dabei", sagte der Wiener Rechtsanwalt. Eine konkrete Zahl, wie viele Opferfamilien er mit seinen Kollegen vertrete, wollte er nicht nennen. Über die im Jänner eingerichtete Homepage http://www.tsunamivictimsgroup.comseien "tausende Anfragen" eingelangt. (APA)

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