Kharrazi bietet Hilfe im Kampf gegen Terrorismus an

16. Februar 2005, 15:03
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Außenminister dementiert Pläne zur Atomwaffenherstellung

Budapest - Der iranische Außenminister Kamal Kharrazi hat am Montag in Budapest die Hilfe seines Landes im Kampf gegen den Terrorismus angeboten. Gleichzeitig bekräftigte er, dass sein Land keine Atomwaffen herstellen wolle. Der Iran sei ein Stabilitätsfaktor in der Region, mit dem man "viele Probleme lösen kann", sagte Kharrazi nach Angaben der ungarischen Nachrichtenagentur MTI.

Sein ungarischer Kollege Ferenc Somogyi fügte hinzu, er und sein Gast seien sich einig darin, dass die Wahlen im Irak "einen wichtigen Schritt in Richtung Demokratie und Frieden" bedeutet hätten. Beide Länder seien interessiert an der Stabilisierung des Iraks und Afghanistans.

Kharrazi betonte, dass sein Land über die Vorwürfe im Zusammenhang mit einem iranischen Atomwaffenprogramm mit Deutschland, Frankreich und Großbritannien im Gespräch sei und es dabei bereits "Fortschritte" gegeben habe. Es komme dem Iran nun darauf an, "Vertrauen zu erwerben" und "die europäischen Staaten zu beruhigen", sagte Kharrazi den Angaben zufolge. Sein Land verfüge über die Atomtechnologie, benutze diese aber ausschließlich zu friedlichen Zwecken. Kharrazi wollte am Montag noch mit Ungarns Staatspräsident Ferenc Madl zusammenkommen und am Dienstag mit Parlamentspräsidentin Katalin Szili. Anschließend wollte er nach Berlin weiterreisen. (APA/dpa)

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