Toni Giger ist "stolz auf das gesamte Team"

14. Februar 2005, 15:01
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ÖSV-Herren sammelten nicht weniger als acht Medaillen

Wien/Bormio - Die ÖSV-Herren waren die großen Gewinner der Alpinen Skiweltmeisterschaften 2005. In den fünf Einzelbewerben in Bormio räumten Benni Raich und Co. acht Medaillen ab. Drei Mal Gold, drei Mal Silber und zwei Mal Bronze - das ist die beste Herren-Bilanz bei einer WM seit Badgastein 1958 (Vier Mal Gold, drei Mal Silber). "Ich bin stolz auf das gesamte Team - auf Läufer und Trainer", sprach Herrenchef Toni Giger ein Pauschallob an seine Truppe aus.

Vor allem die zweite WM-Woche, in der Doppelsiege in Slalom und Riesentorlauf gelangen, war sensationell. Giger führt dies auf die rot-weiß-rote Nervenstärke zurück. "Nach der Abfahrt haben wir gesehen, dass nicht alle mit uns zufrieden sind. Wir haben uns aber nicht aus der Ruhe bringen lassen, haben die Situation realistisch und ruhig beurteilt. Jetzt dürfen wir uns erst einmal zufrieden zurück lehnen und genießen."

AScht Medaillen "unrealistisch"

Vor der Saison - im Sommer hatte u.a. "Medaillenbank" Stephan Eberharter seinen Rücktritt erklärt - hätte Giger acht Medaillen bei der WM als "unrealistisch" eingestuft. Der Salzburger merkte aber auch an, dass den ÖS-Herren diesmal in den entscheidenden Momenten das Glück treu war. "Im Slalom hatten wir etwa genau die richtigen Startnummern, es ist uns viel aufgegangen. So ist der Skisport, Sieg und Niederlage liegen sehr eng zusammen."

Eine persönliche Reihung bzw. Wertung der in Bormio eroberten Medaillen will Giger nicht vornehmen, doch die Goldene von Hermann Maier blinzelt aus dem Edelmetall-Berg ganz speziell heraus. "Sportlich sind sie alle gleich viel wert. Aber was das Emotionale betrifft, war die Riesentorlauf-Goldene vom Hermann sicher etwas ganz Besonderes. In den Tagen zuvor hatten alle gesagt: 'Der Hermann Maier ist am Boden und kommt nie mehr wieder' - auf einmal war er wieder da."

Lange Zeit hatten die US-Boys - vor allem mit dem Doppeltriumph in der Königsdisziplin Abfahrt - die ÖSV-Cracks ordentlich geärgert. Gigers Meinung zum "Erzrivalen": "Sie sind sehr stark gefahren, haben fantastische Leistungen vollbracht. Aber die Spitze halten wir - und das souverän."(APA)

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    Toni Gigers Team war im entscheidenden Moment in Hochform.

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