Phillipinen: Elf Tote nach Bombenanschlägen

15. Februar 2005, 12:27
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Über 90 Verletzte - Abu Sayyaf bekennt sich zu Attentaten und droht weitere Anschläge an

Manila - Moslemextremisten haben am Montag auf den Philippinen eine Serie von Bombenanschlägen verübt und dabei mindestens elf Menschen getötet. Mindestens 93 weitere Menschen wurden bei den drei Anschlägen in der Hauptstadt Manila und auf der südlichen Insel Mindanao nach Angaben der Regierung und der Polizei verletzt. Die radikalislamische Abu Sayyaf bekannte sich und drohte mit weiteren Attentaten. Die Anschläge seien "unser Valentinstags-Geschenk" für die philippinische Präsidentin Gloria Arroyo, sagte ein Sprecher der Gruppe dem Radiosender DZBB.

In der Hauptstadt Manila starben laut Polizei mindestens drei Menschen, als ein Sprengsatz während der Rushhour in einem Bus im Finanzviertel Makati explodierte. Weitere 60 Menschen wurden bei dem Anschlag verletzt, wie die Polizei weiter mitteilte. Durch die Explosion seien noch zwei weitere Busse in Flammen aufgegangen. Rettungskräfte brachten die Verletzten in die umliegenden Krankenhäuser.

Autobombe vor Einkaufszentrum

Bei einem Anschlag auf eine Busgarage in der Stadt Davao auf der südlichen Insel Mindanao wurden fünf Menschen getötet, wie die Sozialministerin Corazon Soliman mitteilte. Drei weitere Menschen kamen nach Angaben Solimans ums Leben, als eine Autobombe vor einem Einkaufszentrum in der Stadt General Santos auf Mindanao explodierte. Beide Anschläge seien nahezu zeitgleich verübt worden, sagte die Ministerin dem Radiosender DZBB. Präsidentensprecher Ignacio Bunye sprach von "verabscheuungswürdigen Taten".

Zu allen drei Anschlägen bekannte sich ein Sprecher der Abu Sayyaf. "Die Verteidiger des Islam haben wieder zugeschlagen", sagte deren Sprecher Abu Solaiman dem DZBB. Die Anschläge seien eine Antwort auf die "Grausamkeiten", welche die philippinische Regierung "überall" gegen Moslems begehe. Mit Blick auf die Rebellion mehrerer hundert bewaffneter Moslems auf der Insel Jolo beschuldigte er das philippinische Militär, "ganze Familien zu massakrieren". (APA/AFP)

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    Die Polizei sammelt Beweise nach dem Bombenattentat auf ienen Bus in Manila.

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