Situation bei BA-CA und ÖBB spitzt sich zu

14. Februar 2005, 20:05
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ÖBB drohen mit Streik - Ringen um Dienstrecht bei der BA-CA - Versammlung der Bank-Mitarbeiter für 21. Februar vorgemerkt

Wien - Gleich an mehreren Fronten haben sich in den vergangenen Tagen und Wochen in österreichischen Großunternehmen frische Konfliktherde aufgetan, wenngleich überall seit langem um Reformen gerungen wird.

Dienstrecht als Knackpunkt

Eine offene Streikdrohung gibt es bereits wieder von den Eisenbahnern im Streit um die Pragmatisierung. Und in der Bank Austria läuft morgen, Dienstag, Nacht das jüngste Ultimatum für eine einvernehmliche Reform des Bankdienstrechts ab. Auch hier hingen Proteste in der Luft, sollte die Deadline 15. Februar ohne jegliche Einigung verstreichen.

Kein Durchbruch bei BA-CA erwartet erwartet

In der BA-CA galten die Fronten zwischen Management und Belegschaftsvertretung weiter als verhärtet, obwohl in den vergangenen Tagen praktisch täglich verhandelt wurde. Für heute, Montag, wird von Beobachtern kein Durchbruch erwartet. Vielmehr dürften beide Seiten erst am großen Verhandlungstag morgen, Dienstag, die letzten Schritte setzen. Ob es zur Einigung kommt, galt am Montag Mittag weiter als offen.

Zuletzt hatten sich Spekulationen gehäuft, die Gewerkschaft könnte - gerade im Hinblick auf die auch an anderen Fronten schwelenden Konflikte sowie durch die jüngste Rochade an der GPA-Spitze - bei der BA-CA eine durchaus schärfere Gangart forcieren.

Mitarbeiterversammlung für Montag angesetzt

Scheitern die Verhandlungen, so werden bis Ende dieser Woche weiter gehende gewerkschaftliche Beschlüsse erwartet. Für den kommenden Montag (21. Februar) ist bereits eine Mitarbeiterversammlung angesetzt. Ob diese Versammlung einer KV-Reform-Information oder der Vorbereitung weiter gehender Proteste (bis hin zum Streik) dient, hängt vom Ausgang des morgigen Verhandlungsmarathons ab.

Wichtigste Knackpunkte weiterhin: Das Definitivum (de-facto-Pragmatisierung) und Übergangsfristen für die bestehende BA-CA-Belegschaft. Der Vorstand will keine neuen Definitiv-Stellungen mehr vornehmen, der Betriebsrat pochte auf eine "Warteliste" von Mitarbeitern, die noch definitiv gestellt werden sollen. Gestritten wird auch darum, ab wann die flacheren Gehaltskurven für die bereits im Haus befindlichen Mitarbeiter wirksam werden. Das Management will hier nicht bis zum Jahr 2012 warten, dass die ersten Effekte eintreten.

Sowohl seitens des Vorstand, des Betriebsrates und der Bank-Presseabteilung werden weiterhin keine Angaben zum Verhandlungsstand gemacht. Es sei absolutes Stillschweigen vereinbart. (APA)

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    Streiks drohen, denn bei der BA-CA, der AUA und den ÖBB wird um das Dienstrecht gestritten

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