Mit Bluetooth im Handy kann man auch "anbandeln"

21. Februar 2005, 13:10
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Oberösterreichische Firma entwickelte Software dafür

Die Kurzstreckenfunktechnologie Bluetooth bei Mobiltelefonen kann man auch zum "Anbandeln" nützen. Eine Firma in Gmunden in Oberösterreich hat eine Software zur Kontaktaufnahme mit anderen Personen entwickelt, die sie in einer Presseaussendung am Montag vorstellte. Derzeit werden die Vertriebswege dafür gesucht.

Hemmnisse

Die Hemmschwelle beim Anreden von wildfremden Menschen verhindert vielfach, dass in Lokalen "Suchende" zusammenfinden. Künftig soll ein Blick auf das Handy genügen, um festzustellen, ob sich eine Person mit ähnlichen Absichten in der Umgebung befindet, verspricht Peter Harrer von der gleichnamigen Marketing- und Design-Firma in Gmunden in Oberösterreich.

Die von ihm entwickelte Software sendet Name, Sternzeichen, Handynummer oder Hobbys aus - je nachdem was und wie viel der Absender von sich preisgeben will. Die Software ermöglicht es auch, den Kontakt per Mobiltelefon nur mit jenen Empfängern zuzulassen, die exakt die selben Interessensgebiete eingegeben haben.

Diskretion

So ist es dem Handybesitzer möglich, sich diskret als "Suchender" zu deklarieren. Ein eventuell mitgeschicktes Foto erleichtert die Kontaktaufnahme. Harrer nennt als erheblichen Vorteil der Bluetooth-Funktion, die normalerweise nur zwischen Geräten - beispielsweise Handy und Freisprecheinrichtung - verwendet wird, dass keine Kosten anfallen. Bluetooth funktioniert in einem Umkreis von bis zu 35 Metern.

Koordination

Die Software, die sich Harrer bereits patentieren ließ, besitzt eine einfache Menüführung. Der Benützer muss lediglich verschiedene Einträge auf den jeweiligen Datenblättern vornehmen. Derzeit wird an weiteren Versionen gearbeitet, die nicht nur zum "Anbandeln" dienen sollen, sondern zur Kontaktaufnahme für gemeinsame Freizeitaktivitäten oder Fahrgemeinschaften. Auch eine Software für Schüler, die neue Freunde suchen, ist geplant.

Jetzt prüft Harrer Vertriebswege für die Software. Möglich wäre ein Download um rund fünf Euro von einer Homepage. Er will aber auch Gespräche mit den Mobilfunk-Netzbetreibern sowie mit den Handy-Herstellern führen. Immerhin würden heuer weltweit mehr als 90 Millionen Stück mit Bluetooth-Funktion erzeugt. (APA)

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