Big-Brother-Erfinder Endemol will an die Börse

23. Februar 2005, 13:05
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Spanische Telefonica zählt TV-Produktionsfirma nicht zu ihrem Kerngeschäft

Die zum spanischen Telefonica-Konzern gehörende TV-Produktionsgesellschaft Endemol bereitet einem Zeitungsbericht zufolge einen milliardenschweren Gang an die Londoner Börse vor.

Endemol, die die weltweit erfolgreiche Fernsehserie Big Brother entwickelt hat, habe vermutlich die US-Investmentbank Merrill Lynch mit der Vorbereitung des Börsengangs im Volumen von rund zwei Mrd. Pfund Sterling (knapp 2,88 Mrd. Euro) beauftragt, berichtete die Zeitung "Financial Sunday Express" unter Berufung auf mit der Transaktion vertraute Kreise am Sonntag.

Beim spanischen Telekom-Konzern Telefonica war zunächst niemand für eine Stellungnahme zu erreichen. Telefonica-Chef Cesar Alierta hat jedoch in der Vergangenheit wiederholt keinen Hehl daraus gemacht, dass er Endemol nicht zum Kerngeschäft seines Unternehmens zählt, auf das er sich konzentrieren will. Die Spanier hatten Endemol im Jahr 2000 für 5,5 Mrd. Euro gekauft und gehofft, vom Erfolg der TV-Serie Big Brother zu profitieren. "Telefonica will sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Sie haben gemerkt, dass sie für Endemol zu viel bezahlt haben und wollen die Firma nicht weit unterhalb ihrer Investition verkaufen", zitierte die Zeitung die Kreise. (APA/Reuters)

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