Voestalpine nach neun Monaten mit kräftigen Zuwächsen

14. Februar 2005, 20:47
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Starker Umsatz- und Ergebnisanstieg - Für Gesamtjahr wird Ergebnisverdoppelung erwartet

Wien - Kräftige Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis konnte der börsenotierte Stahlkonzern voestalpine in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2004/2005 erzielen. Der Umsatz stieg in den ersten drei Quartalen (1.4. bis 31.12.2004) um 23,1 Prozent auf 4,189 Mrd. Euro, das Ebit um 73,3 Prozent auf 340,2 Mio. Euro, teilte das Unternehmen am Montag ad-hoc mit.

Die Werte lagen damit über den Erwartungen von Analysten, die im Durchschnitt einen Umsatz von 4,075 Mrd. Euro (plus 20 Prozent) und ein Ebit von 295,3 Mio. Euro (plus 50 Prozent) erwartet hatten.

Der Periodenüberschuss stieg um 96,9 Prozent auf 210,3 Mio. Euro. Der Gewinn je Aktie legte um 96,3 Prozent auf 5,32 Euro zu. Das Ebitd erhöhte sich um 36,8 Prozent auf 569,3 Mio. Euro, das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) um 76,5 Prozent auf 302,8 Mio. Euro.

Für Gesamtjahr Ergebnisverdoppelung erwartet

Für das laufende Geschäftsjahr 2004/05 ist der heimische Stahlkonzern damit auf Rekordkurs. Für das Gesamtjahr (per Ende März) werde mit einer Verdopplung des operativen Ergebnisses von "an die 500 Mio. Euro" gerechnet, teilte das Unternehmen weiter mit. 2003/04 hatte das Ebit 248,3 Mio. Euro betragen.

Der voestalpine-Konzern habe in den ersten drei Quartalen alle wesentlichen Kennzahlen gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres deutlich verbessern können und liege damit bereits nach Ende des dritten Quartals in allen Ergebniskategorien weit über den Werten des bisher besten Gesamtgeschäftsjahres 2000/01.

Die Ebit-Verdoppelung im Gesamtjahr scheine auf Grund der zu erwartenden außergewöhnlich guten Ergebnisse in den Divisionen Stahl, Bahnsysteme und Profilform wie einer in Anbetracht der schwierigen Marktsituation zufriedenstellenden Ergebnisentwicklung in der division motion aus heutiger Sicht realistisch, heißt es in der heutigen Pressemitteilung weiter.

Für 2004/05 höhere Dividende angekündigt

Von dem Rekordergebnis sollen auch die Aktionäre durch eine deutlich höhere Dividende profitieren.

Voest-Chef Wolfgang Eder kündigte an, daß sich die Dividende für 2004/05 in der Größenordnung von 2 Euro je Aktie bewegen soll. An der bisherigen Dividenden-Rendite von 4 Prozent wolle man festhalten. Für das Geschäftsjahr 2003/04 hatte die Voest pro Aktie 1,60 Euro ausgeschüttet. Dabei war zu der von 1,20 auf 1,25 Euro erhöhten Basis-Dividende zusätzlich ein Bonus von 35 Cent gezahlt worden.

Rohstoffverträge werden neu verhandelt

Weitere Preiserhöhungen werden bei den Rohstoffen erwartet. Für das Geschäftsjahr 2005/06 wurden bzw. werden wesentliche Rohstoffverträge neu verhandelt. Dabei zeichne sich gegenüber dem Vorjahr eine weitere signifikante Preiserhöhung ab, die über alle Rohstoffe gesehen mindestens 20 Prozent betragen werde. Für das zu Ende gehende Geschäftsjahr 2004/05 rechne der voestalpine-Konzern unverändert mit einer Mehrbelastung durch gestiegene Rohstoffkosten von rund 300 Mio. Euro.

Auf Grund eines überwiegend günstigen Marktumfeldes hätten die gestiegenen Rohstoffkosten zum größten Teil an den Markt weitergegeben werden können. Dies gelte sowohl für die Division Stahl als auch für die Verarbeitungsdivisionen Profilform und Bahnsysteme. Im Gegensatz dazu habe sich für die division motion konjunkturbedingt die Weitergabe der höheren Vormaterialpreise ungleich schwieriger gestaltet, der automotive Bereich habe jedoch sein Ergebnis gegenüber den ersten drei Quartalen des Vorjahres verbessert.

Die Umsatzerlöse stiegen aufgrund des guten Geschäftsverlaufes am stärksten in der Division Profilform (plus 45 Prozent). Deutliche Zuwächse verzeichneten auch die Divisionen Stahl (um 26 Prozent) und Bahnsysteme (um 20 Prozent). Der Umsatz der division motion erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um 11 Prozent.

23.143 Beschäftigte

Die Investitionen des voestalpine-Konzerns betrugen 369,8 Mio. Euro, das ist gegenüber der Vorjahresperiode ein Plus von rund 11 Prozent. Dies sei vor allem auf die Realisierung der Großvorhaben des Investitionsprogramms "Linz 2010" zurückzuführen.

Die Zahl der Mitarbeiter (ohne Lehrlinge) erhöhte sich um 1,9 Prozent auf 23.143 Beschäftigte. (APA)

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