Abbas: Krieg der Palästinenser mit Israel ist "tatsächlich beendet"

16. Februar 2005, 18:59
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Palästinenserpräsident zuversichtlich über den weiteren Verlauf des Friedensprozesses: "Kameraden von Hamas und Jihad fühlen sich der Waffenruhe verpflichtet"

Jerusalem - Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas hat den Krieg seines Volkes mit Israel als "tatsächlich beendet" bezeichnet und sich zuversichtlich über den weiteren Verlauf des Friedensprozesses geäußert. "Heute sagen unsere Kameraden bei der Hamas und dem Jihad, dass sie sich der Waffenruhe und der Entspannung der gesamten Situation verpflichtet fühlen, und ich glaube, wir werden einen neue Ära beginnen", sagte Abbas in einem Interview der "New York Times". Auch der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon spreche mittlerweile eine "andere Sprache mit den Palästinensern".

Israel will sich bereits am Montag oder Dienstag aus Jericho zurückziehen und die Stadt im Westjordanland der Verantwortung der palästinensischen Sicherheitskräfte übergeben. Offiziere beider Seiten vereinbarten dafür am Sonntagabend einen Zeitraum von 48 Stunden, wie der israelische Armeerundfunk berichtete. Weitere Städte im Westjordanland sollen schrittweise folgen. Die Übergabe ist Teil der jüngsten Vereinbarungen zwischen Israel und der neuen palästinensischen Regierung unter Präsident Abbas.

Für Montag war außerdem die Übergabe der Leichname von 15 Palästinensern geplant, die während Kämpfen im vergangenen Jahr im Gazastreifen getötet worden waren. Der israelische Ambulanzdienst erklärte, es handle sich um eine humanitäre Geste. (APA/AP)

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    Abbas hält den Krieg der Palästinenser mit Israel für beendet

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