Grammy-Regen für Ray Charles

14. Februar 2005, 10:15
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Soul-Musiker postum geehrt - "Le Nozze di Figaro" unter österreichischer Leitung erhält Auszeichnung für "Beste Opern-Aufnahme" - Vier Trophäen für Alicia Keys

Los Angeles - Ray Charles ist der große Gewinner der Grammys. Der im Juni vergangenen Jahres verstorbene Soul-Musiker wurde in der Nacht zum Montag auch mit dem Haupt-Grammy für das beste Album des Jahres ausgezeichnet. Insgesamt holte sein letztes Album "Genius Loves Company" acht Grammys.

Unter anderem bekam Ray Charles postum eine Auszeichnung in der Kategorie für die beste Aufnahme und die beste Single des Jahres. Gemeinsam mit Norah Jones wurde er zudem für das Duett in dem Song "Here We Go Again" ausgezeichnet. Die beiden setzten sich in dieser Kategorie gegen die Black Eyed Peas, Green Day, Los Lonely Boys und Usher durch.

Dem Gedenken an Ray Charles war ein großer Teil der Show im Staples Center gewidmet.

Alicia Keys auf der Siegerstraße

Zu den anderen herausragenden Gewinnern der Grammy-Nacht gehörten die R&B-Musiker Alicia Keys und Usher mit vier sowie drei Auszeichnungen. Keys war insgesamt acht Mal nominiert.

Auszeichnung für Norah Jones und John Mayer

In der Kategorie als beste Popsänger wurden Norah Jones und John Mayer ausgezeichnet. Jones bekam den Preis für ihren Song "Sunrise". Sie setzte sich gegen Björk, Sheryl Crow, Gwen Stefani und Joss Stone durch. John Mayer wurde als bester männlicher Popsänger für das Lied "Daughters" geehrt. Er schlug Elvis Costello, Josh Goban, Prince und Seal aus dem Rennen.

Grammy für Bill Clinton

Zu den zahlreichen Gewinnern der Grammy-Nacht mit Preisen in insgesamt 107 Kategorien gehörten auch der R&B-Star Usher, der HipHop-Musiker Kanye West, die Los Lonely Boys, Britney Spears und der Beach-Boys-Gründer Brian Wilson. Er wurde für einen Song seines erst drei Jahrzehnte nach der Einspielung veröffentlichten Albums "Smile" ausgezeichnet. Den Grammy für das beste Rock-Album bekam die Band Green Day mit "American Idiot". Sogar die oft belächelte Britney Spears gewann den ersten Grammy ihrer Karriere für die beste Dance-Platte ("Toxic").

Ex-US-Präsident Bill Clinton erhielt eine Auszeichnung für das Hörbuch zu seiner Autobiografie "My Life" ("Mein Leben").

"Beste Opern-Aufnahme": "Le Nozze di Figaro" unter österreichischer Leitung

Die Mozart-Produktion "Le Nozze di Figaro", dirigiert vom künstlerischen Leiter der Innsbrucker Festwochen, Rene Jacobs, hat bei den diesjährigen Grammy-Awards in der Kategorie "Beste Opern-Aufnahme" gewonnen. Jacobs dirigierte für diese Produktion, bei der auch die Salzburger Mezzosopranistin Angelika Kirchschlager mitwirkte, das Concerto Köln.

Jacobs insgesamt drei Mal nominiert

Jacobs war als Dirigent gleich drei Mal nominiert: "Le Nozze di Figaro" von Wolfgang Amadeus Mozart trat in der Kategorie "Best Opera Recording" sowie in der Kategorie "Best Classical Album" an. Mit der Produktion von Alessandro Scarlattis "Griselda" war Jacobs außerdem bei den Nominierungen in der Kategorie "Best Opera Recording" sogar ein zweites Mal vertreten.

Der Salzburger Violinist Thomas Zehetmair war in der Klassik-Kategorie "Best Instrumental Soloist Performance" nominiert, hatte aber das Nachsehen gegenüber dem schottischen Klassik-Gitarristen David Russell mit seiner Produktion "Aire Latino".

Auch die deutsche Violinistin Anne-Sophie Mutter wurde bei der Zeremonie in Los Angeles geehrt - für eine Einspielung von "Previn Violin Concerto + Bernstein Serenade" zusammen mit dem Londoner Symphonie-Orchester.(APA/Reuters)

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    Wieviele Grammys wird er abstauben? Hip-Hopper Kanye West

  • Ray Charles wurde postum mit acht Grammys geehrt
    epa/urs flueeler

    Ray Charles wurde postum mit acht Grammys geehrt

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