Kammerwahl Salzburg: Rekordergebnis für Bauernbund

15. Februar 2005, 12:28
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Bestes Resultat für ÖVP-Bauern seit 40 Jahren - FPÖ-Bauern verloren - Grüne verpassten Einzug in Landwirtschaftskammer

Salzburg - Mit dem besten Ergebnis seit 40 Jahren für den Bauernbund endete am Sonntag die Landwirtschaftskammer-Wahl im Bundesland Salzburg. Die ÖVP-Bauern, die schon bisher 23 der 28 Mandate im "Bauern-Parlament" hielten, gewannen einen Sitz dazu. Die FPÖ-Bauern verloren eines von drei Mandaten, die SPÖ-Bauern blieben wie der Unabhängige Bauernverband bei einem Sitz, die Grünen verfehlten den Einzug. Von den insgesamt 33.254 Wahlberechtigten gingen nur 51,03 Prozent zur Wahl.

Der ÖVP-Bauernbund erhielt 12.830 oder 78,01 Prozent (2000: 77,85) der Stimmen und 24 (2000: 23) der insgesamt 28 Mandate in der Vollversammlung der Landwirtschaftskammer. Die Freiheitliche Bauernschaft musste sich dieses Mal mit 7,98 Prozent (2000: 12,20 Prozent) der Stimmen und zwei Mandaten (2000: 3) zufrieden geben und, blieb aber zweitstärkste Kraft. Für die SPÖ-Bauern votierten 5,70 Prozent (2000: 6,18 Prozent), was erneut einen Sitz im "Bauern-Parlament" bedeutet.

Der Österreichische Unabhängige Bauernverband, der sich heuer nur im Flachgau der Wahl stellte, erzielte 6,45 Prozent der Stimmen (2000: 3,77) und konnte das Mandat halten. Für den zweiten Sitz haben lediglich acht Stimmen gefehlt. Die Grünen Bäuerinnen und Bauern, die erstmals kandidierten, erreichten 1,86 Prozent und schafften damit den Einzug in die Vollversammlung nicht. Die Wahlbeteiligung sank von 56,45 auf 51,03 Prozent.

Bauernbundobmann und Landwirtschaftskammer-Präsident NRAbg. Franz Eßl meinte, das Wahlergebnis sei der Beweis für fünf Jahre gute Arbeit. Der Bauernbund sei jene Kraft, welche die bäuerlichen Interessen am besten vertrete. Als eines der wichtigsten Vorhaben für die nächste Funktionsperiode nannte er die Stärkung des Eigentums.

Der Spitzenkandidat der FPÖ-Bauern, Alois Nußbaumer, gab sich mit dem Ausgang der Wahl "durchaus zufrieden". Das Ziel, "den Fuß in der Kammer zu halten", sei erreicht. Das Wahlziel - ein zweites Mandat - verfehlt hat LAbg, Robert Zehentner, Listenführer der SPÖ-Bauern. Als Grund nannte er unter anderem das Antreten der Grünen, die den SPÖ-Bauern Stimmen genommen hätten.

Michael Leitner, Nummer 1 des Unabhängigen Bauernverbandes, ist "nicht enttäuscht", obwohl das angestrebte zweite Mandat hauchdünn verfehlt wurde. Die niedrige Wahlbeteiligung bezeichnete er als "keinen Sieg für die Kammer". "Sehr enttäuscht" zeigte sich hingegen die Spitzenkandidatin der Grünen Bauern, NRAbg. Heidi Rest-Hinterseer. Es wäre "allerhöchste Zeit" für grüne Agrarpolitik in der Kammer. (APA)

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