Südsteirischer Bub im künstlichen Tiefschlaf

13. Februar 2005, 21:11
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War am Samstag in halb zugefrorenen Teich gestürzt - Arzt: Beurteilung erst in einigen Tagen

Graz - Jener viereinhalbjährige Bub, der am Samstag in der Südsteiermark in einen halb zugefrorenen Teich gestürzt war, dürfte außer Lebensgefahr sein. Auf der Intensivstation der Kinderklinik des LKH Graz befand sich der Kleine am Sonntag in künstlichem Tiefschlaf. Man werde erst in einigen Tagen beurteilen können, ob der Bub Schäden davon getragen habe, so der diensthabende Arzt zur APA. Der Zustand sei zwar nach wie vor kritisch, aber die Vitalfunktionen hätten sich in den vergangenen zwölf Stunden relativ stabil gezeigt.

Der Bub werde weiter einige Tage in künstlichem Tiefschlaf gehalten, so Christoph Mache, diensthabender Arzt auf der Intensivstation der Grazer LKH-Kinderklinik am Sonntagnachmittag. Die Organe würden einen solchen Zwischenfall zumeist unbeschadet überstehen. Beim Gehirn und dem Zentralnervensystem werde man das erst in einigen Tagen sagen können, wenn sich der Kleine wieder rege. Sein Zustand habe sich jedenfalls nicht verschlechtert.

Der viereinhalb Jahre alte Michele war nach seiner Einlieferung ins LKH am Samstag an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen worden. Seine Körpertemperatur, die durch die Minuten im eiskalten Wasser des Teiches stark abgesunken war, wurde so langsam wieder erhöht.

Der Bub war mit seiner Mutter bei dessen Freundin im südsteirischen St. Nikolai ob Draßling zu Besuch gewesen. Er dürfte sich beim Spielen in Richtung des Teiches etwa 50 Meter vom Haus entfernt begeben haben und in das halb zugefrorene Gewässer gefallen sein. Die Mutter fand den Kleinen wenig später, ein Bekannter barg Michele. Nach der Bergung und der Reanimation durch die alarmierten Feuerwehrleute und Sanitäter wurde das Kind vom Notarzt für den Transport stabilisiert und nach Graz ins LKH geflogen. (APA)

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