ZARA-Clubbing gegen Rassismus

15. Februar 2005, 19:32
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Nach Streichung der öffentlichen Förderung tanzten Hunderte "mit Lebensfreude gegen Hass" für Anti-Rassismus-Verein

Wien - Es müssen nicht immer Demos und Strickpullover sein: Im schicken Palais Auersperg feierte die Anti-Rassismus-Organisation ZARA in der Nacht auf Sonntag in Wien ein "Mit Lebensfreude gegen Hass"-Clubbing gegen Fremdenfeindlichkeit. Der Erlös des Abends unter dem Ehrenschutz von Bundespräsident Heinz Fischer kam dem Verein zu gute. "Es gibt nicht viele Gelegenheiten, sich politisch korrekt zu betrinken - macht es", gab die Travestiekünstlerin Charlotte bei der Eröffnung das Motto vor.

Bevor die DJs loslegten, ließ La Hong Models mit seinen Kreationen über den Laufsteg stolzieren. Und siehe da, der in Wien lebende Designer, der für das mehr als gewagte Opernball-Kleid von Christina Lugner verantwortlich zeichnet, zeigte, dass seine Schöpfungen mitunter auch aus mehr Stoff bestehen, als unbedingt nötig.

ZARA hat die Einnahmen dringend nötig: Der Anti-Rassismus-Verein klagte erst vor wenigen Wochen wieder über finanzielle Nöte und Hilfsabsagen seitens der Politik. Dem Verein droht mittlerweile die Schließung und "von allen Ressorts kommen nur Absagen", so Sprecherin Verena Krausneker. (APA)

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