"The Aviator" und "Vera Drake" gewinnen Filmpreise in London

18. Februar 2005, 20:37
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Die BAFTA-Awards gelten als britische Gegenstücke zum Oscar

London - Der Hollywood-Film "The Aviator" ist bei dem renommierten BAFTA-Filmfestival in London als bester Film des Jahres ausgezeichnet worden. Allerdings ging "Aviator"-Regisseur Martin Scorcese bei der Verleihung der britischen Filmpreise am Samstagabend leer aus. Er musste die Trophäe für die beste Regie dem Briten Mike Leigh für "Vera Drake" überlassen.

Auch der Hauptdarsteller von "The Aviator", Leonardo DiCaprio, konnte für seine Rolle als exzentrischer Milliardär Howard Hughes keinen BAFTA-Preis (British Academy of Film and TV Arts) in Empfang nehmen. Dafür wurde Cate Blanchett als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle als Katharine Hepburn in dem Film ausgezeichnet. Die so genannten BAFTA Awards gelten als die britischen Gegenstücke und wichtiger Vorlauf zum amerikanischen Oscar, deren Verleihung bevorsteht.

Der weitere Gewinner des diesjährigen britischen Filmfestivals, "Vera Drake", steht in großem Gegensatz zu dem mit viel Geld und Aufwand gedrehten Gewinner aus Hollywood. Der Film, der für sechs Millionen Pfund (8,70 Mio. Euro) entstand, erzählt die Geschichte einer Frau, die in den 50er Jahren illegale Abtreibungen vornimmt. Hauptdarstellerin Imelda Staunton gewann die Auszeichnung als beste Schauspielerin.

Als bester Schauspieler wurde Jamie Foxx für seine Rolle in "Ray" ausgezeichnet. Der Film erhielt auch den BAFTA-Preis für den besten Ton. Zum Publikumsfilm wurde "Harry Potter und der Gefangene von Askaban" gewählt. (APA/dpa)

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