Falluja verlor neun Zehntel seiner Einwohner

14. Februar 2005, 11:55
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Irakische Verkehrspolizisten rücken erstmals seit November des Vorjahres wieder in die großteils zerstörte Großstadt ein

Bagdad - Drei Monate nach der Einnahme der sunnitischen Widerstandshochburg Falluja durch US-Truppen sind dort erstmals wieder irakische Polizisten auf Streife gegangen. Die Rückkehr der rund 500 Verkehrspolizisten auf die Straßen am Samstag war für Falluja der erste Einsatz regulärer irakischer Sicherheitskräfte seit November. In der einstigen Großstadt leben derzeit nach US-Angaben nur rund 25.000 Menschen.

Die meisten der ursprünglich 250.000 Einwohner waren während der wochenlangen Kämpfe zwischen US-Truppen und Rebellen aus der Stadt geflohen, bisher kehrte erst ein Zehntel zurück. Ein Grund dafür dürfte sein, dass bei der Ankunft der ersten Heimkehrer kurz vor Weihnachten erneut Kämpfe aufflammten. Als eine AP-Reporterin am vergangenen Dienstag die Stadt besuchte, patrouillierten noch US-Soldaten. Jeder, der nach Falluja kommt, wird an einer der Straßensperren kontrolliert.

Die US-Streitkräfte kündigten unterdessen an, dass rund 1.600 in Deutschland stationierte Soldaten zwischen April und Anfang 2006 in den Irak verlegt würden. Im Jänner 2006 werde das in Heidelberg stationierte 5. Korps mit 5.000 Soldaten das 18. Luftlandekorps ablösen, das gerade zu einem einjährigen Einsatz im Irak eingetroffen ist. Das 5. Korps war bereits bei der Invasion im März 2003 im Einsatz. (APA/AP)

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    In der einstigen Großstadt Falluja leben derzeit nach US-Angaben nur rund 25.000 Menschen.

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