Reaktionen: "Bin zu müde um zu jubeln"

12. Februar 2005, 15:24
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Benjamin Raich: "Ein Wahnsinn, ich kann es nicht fassen. Unglaublich. Ich bin müde und fast zu schwach, um richtig zu jubeln. Im zweiten Lauf habe ich mich besser gefühlt als im ersten, aber es waren einige gefährliche Stellen drin. Dieser Sieg gibt aber wieder Kraft für Sonntag."

Rainer Schönfelder: "Im ersten Lauf bin ich ein bissl dumm gefahren und habe größere Fehler gemacht. Da war ich nicht bereit, alles zu geben und zu vorsichtig. Dann habe ich als Jäger voll attackiert und da hat man ja gesehen, was möglich ist. Dabei war ich heute nicht gut 'beinand'. Ich habe mich schlecht gefühlt, aber kein Fieber gemessen. Ich habe versucht, das zu verdrängen, und es hat sich gelohnt. Der Sieg im Slalom-Weltcup steht dieser Medaille aber um nichts nach. Ich freue mich über meine erste Medaille. Ich bin in Bormio der einzige Läufer auf dem Podium, der nicht Atomic fährt."

Giorgio Rocca: "Im zweiten Durchgang bin ich ein bisschen zu langsam gefahren, habe aber trotzdem die zweite Medaille hier in Bormio geholt. Damit bin ich zufrieden. Ich bin derzeit nicht in Bestform, Benjamin Raich ist dagegen in einer Superform, das ist seine WM."

Manfred Pranger: "Ich habe alles gegeben, wollte ungedingt den Titel haben. Ich war nicht so locker wie in den jüngsten Weltcup-Rennen. Ich wollte es im zweiten erzwingen, das enttäuscht mich ein bisschen. Vielleicht muss ich aber auf die Medaille gleich lang warten wie aufs Siegen, auf das ich auch vier Jahre warten hab' müssen."

Mario Matt : "Ich war zwei Tage mit Fieber im Bett und habe mich in der Früh schwach gefühlt. So wie heute gebe ich normal nicht auf, mir fehlt der Kampfgeist. Ich fühle mich lasch und müde. Ich habe seit Schladming nicht mehr gut trainieren können."

Peter Schröcksnadel (ÖSV-Präsident): "Vor der WM habe ich gesagt, alles über acht Medaillen ist ein Bonus. Gold und Silber am Ende, was will man mehr? Der Anfang war nicht so gut, vor allem dass wir in der Abfahrt nicht die Goldene geholt haben, hat uns sicher wehgetan. Doch jetzt ist der Benni mit vier Medaillen der Star der WM und auch in der Nationenwertung haben wir die Führung übernommen. Gratulation an das ganze Team, die Trainer und die anderen Mitarbeiter."

Toni Giger (ÖSV-Herren-Cheftrainer): "Die Freude ist enorm groß. Benni ist ein unglaublich großes Rennen gefahren,n icht nur schnell, sondern auch schlau. Da muss man einfach eine Riesenfreude haben. Der Benni ist ein ganz großer Skifahrer, das war seine WM. Zwei Mal Gold, ein Mal Silber und ein Mal Bronze - eine unglaubliche Bilanz. Jetzt wollen wir natürlich auch noch den Teambewerb am Sonntag gewinnen. Doch man darf die Amerikaner und Schweden im Kampf um Gold nicht unterschätzen."

Andreas Evers (Trainer der ÖSV-Trainingsgruppe WC4): "Mich freut jede Medaille gleich. Der Benni hat heute eine Riesenleistung gebracht."

Gert Ehn (ÖSV-Slalom-Trainer Herren): "Das ist ein fantastisches Gefühl - ähnlich wie in St. Anton, wo wir ebenfalls bei der WM Erster und Zweiter waren. Das ist vor allem deshalb fantastisch, weil ich weiß, wie viel Arbeit hinter einem solchen Erfolg steckt. Deshalb danke ich allen Kollegen, die mitgeholfen haben, dass wir hier so erfolgreich waren."

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