Blutiger Anschlag im Irak

14. Februar 2005, 11:55
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Mindestens 18 Tote in Mussayeb - Leichen von sechs Soldaten in Mossul entdeckt - Richter in Basra auf Weg zur Arbeit erschossen

Bagdad - Bei einem Autobombenanschlag im Irak sind nach Polizeiangaben am Samstag mindestens 18 Menschen getötet und 25 weitere verletzt worden. Der Sprengsatz explodierte am Morgen in Mussayeb, 55 Kilometer südlich von Bagdad. Bei weiteren Anschlägen starben mindestens vier Personen. In der südirakischen Stadt Basra wurde am Morgen ein Richter erschossen, sein Leibwächter schwer verletzt. In Beji erschossen unbekannte Angreifer nach Polizeiangaben einen leitenden Mitarbeiter einer Ölfirma in dessen Büro. Zwei Polizisten, die die dortige Ölraffinerie bewachten, wurden ebenfalls getötet, als ein an einer Straße deponierter Sprengsatz explodierte.

In der nördlichen Stadt Mossul wurden die Leichen von sechs irakischen Soldaten entdeckt. Nach Polizeiangaben wiesen sie Schusswunden an Brust und Kopf auf. Bei der Explosion einer Bombe in der Nähe der nordirakischen Stadt Kirkuk sind am Samstagmorgen fünf Mitglieder einer irakischen Familie zum Teil schwer verletzt worden. Nach Angaben der irakischen Polizei detonierte der Sprengsatz kurz nachdem eine US-Militärpatrouille vorbeigefahren war. In der Aufständischen-Hochburg Falluja wurde am Freitagabend ein US-Soldat während einer Patrouillenfahrt getötet, teilte das US-Militär in Bagdad mit.

Am Freitag waren der Gewalt im Irak mindestens 30 Menschen zum Opfer gefallen. In der Provinz Salaheddin nördlich von Bagdad rammte ein Selbstmordattentäter das Panzerfahrzeug einer US-Patrouille. Dabei riss er den Fahrer mit in den Tod. Drei weitere US-Soldaten erlitten leichte Verletzungen, wie ein Militärsprecher mitteilte. Zwölf Menschenleben kostete die Explosion einer Autobombe vor einer schiitischen Moschee nordöstlich der Hauptstadt. (APA/AP/dpa)

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