Israelische Soldaten bei Nablus beschossen

12. Februar 2005, 20:16
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Nahost-Waffenruhe hängt weiter an seidenem Faden

Jerusalem - Die Waffenruhe im Nahen Osten hängt weiter an einem seidenen Faden. Bewaffnete Palästinenser beschossen am Freitagabend eine israelische Militärpatrouille bei Nablus im Westjordanland. Verletzt wurde niemand, wie ein Armeesprecher erklärte. Die Soldaten waren zur Bewachung einer jüdischen Siedlung südlich von Nablus abgestellt.

Am Donnerstag hatten Extremisten die jüdischen Siedlungen Neve Dekalim und Gedid im Gazastreifen mit Dutzenden Mörsergranaten und Raketen beschossen. Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas entließ daraufhin mehrere ranghohe Kommandanten seiner Sicherheitskräfte. Am Freitag reiste Abbas zu dringlichen Gesprächen mit den Führern der militanten Gruppen in den Gazastreifen, um seine Entschlossenheit zu demonstrieren, die mit Israel vereinbarte Waffenruhe durchzusetzen. Das Treffen wurde aber auf Samstag verschoben.

Aus Protest gegen die Angriffe vom Vortag versuchten jüdische Siedler im Gazastreifen am Freitag, Palästinenser von Fahrten auf einer öffentlichen Straße nahe ihrer Siedlung abzuhalten. Laut einem Bericht der Zeitung "Haaretz" warfen die Siedler mit Steinen auf Fahrzeuge und versuchten, Palästinenser aus ihren Autos zu ziehen. Einem Polizeisprecher zufolge wurden sieben Siedler festgenommen. (APA/AP)

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