Afghanistan: Offenbar hunderte Menschen erfroren

13. Februar 2005, 18:53
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67 Opfer bestätigt - Vor allem Flüchtlingslager und ländliche Regionen leiden unter Kältewelle

Kabul - Durch eine anhaltende Kältewelle in Afghanistan sind offenbar hunderte Menschen erfroren. Aus den Regionen seien entsprechende Berichte eingegangen, sagte der afghanische Gesundheitsminister Mohammed Amin Fatemi am Freitag. Amtlich bestätigt worden sei bisher der Tod von 67 Frauen und Kindern. Allein in der Provinz Logar südlich von Kabul seien 39 Menschen ums Leben gekommen.

Besonders schlimm ist die Lage in den Flüchtlingslagern und in ländlichen Gebieten. In einem Lager in der südöstlichen Provinz Paktia erfroren in der Nacht auf Freitag drei Kinder, teilte ein Polizeisprecher mit. Sechs weitere Kinder mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden.

Teure Brennstoffe

Mit heftigen Schneefällen und Temperaturen von bis zu 18 Grad unter Null durchlebt Afghanistan zurzeit seinen kältesten Winter seit Jahren. Viele Menschen können sich kein Brennmaterial leisten und sind der Kälte schutzlos ausgeliefert. Wegen der widrigen Wetterbedigungen sind seit Mitte Jänner immer wieder Hauptverkehrsstraßen blockiert; der Flugverkehr ist stark eingeschränkt. (APA/AFP)

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    foto: epa/syed jan sabawoon
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