Philippinen: Kommunisten warnen USA vor Militärübung

14. Februar 2005, 14:16
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Sprecher der "Neuen Volksarmee": "Blanker Hohn gegenüber der Souveränität"

Manila - Die kommunistischen Aufständischen auf den Philippinen haben die USA vor Militärübungen in den Rebellengebieten gewarnt. Die alljährlich stattfindenden Übungen der US-Armee mit über 300 teilnehmenden Soldaten beginnen am 23. Februar und sollen zwei Wochen dauern. Der Sprecher der "Neuen Volksarmee" (NPA), Gregorio Rosal, bezeichnete die geplanten Übungen in ihrem Territorium als "blanken Hohn gegenüber der Souveränität der Philippinen".

Das Gebiet, in dem die militärischen Übungen stattfinden sollen - die Luzon-Inseln - war im letzten Jahr von starken Stürmen heimgesucht worden, bei denen 3000 Menschen getötet wurden. Viele der zerstörten Gebiete sind Hochburgen der NPA, in denen sich 8000 bewaffnete Rebellen aufhalten sollen.

Ein Sprecher der US-Arme betonte, dass neben den militärischen Übungen in den zerstörten Gebieten auch ärztliche Hilfe für die Bevölkerung angeboten werde und auch die von Erdrutschen zerstörten Straßen, Brücken und Schulen wieder aufgebaut werden sollen.

Linke Rebellen kämpfen seit Ende der 1960er Jahre gegen die Regierung. Bei Kämpfen sind bisher 40.000 Menschen ums Leben gekommen. Die Regierung in Manila hatte die Friedensgespräche mit der kommunistischen Guerilla 2001 ausgesetzt. Die NPA hatte zuvor eine Offensive im ganzen Land gegen das "verrottete Regime" des damaligen Präsidenten Joseph Estrada eingeleitet. (APA/Reuters)

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