Grüne zu Lohnschere: "Situation Besorgnis erregend"

11. Februar 2005, 13:59
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Frauensprecherin Weinzinger fordert Bartenstein und Rauch-Kallat auf, aktiv zu werden

Wien - Nach der AK-Expertin Ingrid Moritz widerspricht auch Brigid Weinzinger, Frauensprecherin der Grünen, Sozialministerin Ursula Haubner (F): Eine Verringerung der Einkommensschere zwischen Männern und Frauen könne sie nicht erkennen. Im Gegenteil: "Die Situation ist Besorgnis erregend", beharrte Weinzinger in einer Aussendung am Freitag. Sie forderte Arbeitsminister Martin Bartenstein (V) und Frauenministerin Maria Rauch-Kallat (V) dazu auf, endlich ein arbeitsmarktpolitisches Programm dagegen vorzulegen.

"Völlig unterbezahlt"

Das "nicht arbeitszeitbereinigte" Einkommen der Frauen sei 1980 bei 65 Prozent gelegen, 2002 bei 67 Prozent des Männereinkommens. Das Bildungsniveau der Frauen sei hingegen in den vergangenen 30 Jahren gestiegen. "Wer sich diese Zahlen ansieht, wird mit Erschrecken feststellen, dass Frauen im Verhältnis zu ihrer Qualifikation völlig unterbezahlt sind. Hier wird deutlich, dass sich die Einkommensschere in Wirklichkeit noch viel weiter geöffnet hat als befürchtet", argumentierte Weinzinger.

Kinderbetreuungsplätze

Da die Einkommensunterschiede zum Teil auch auf Grund der hohen Teilzeitquote bei Frauen bestehen würden, pochte die Abgeordnete auf ausreichende Kinderbetreuungsplätze. Ansonsten hätten Frauen gar keine andere Wahl als zumeist schlecht bezahlte Teilzeitjobs anzunehmen, bekrittelte die Abgeordnete. (APA)

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