TeliaSonera plant wegen Umsatzproblemen Kostensenkungen

21. Februar 2005, 13:10
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Einsparungen von 550 bis 660 Mio. Euro nötig

Der größte skandinavische Telekomkonzern TeliaSonera will in den nächsten drei Jahren wegen Umsatzproblemen am Heimatmarkt die Kosten jährlich um fünf bis sechs Mrd. Schwedische Kronen (550 bis 660 Mio. Euro) senken. Analysten sprachen am Freitag von ehrgeizigen, aber notwendigen Sparzielen des Unternehmens. TeliaSonera müsse etwas tun, um sich am gesättigten und umkämpften skandinavischen Markt zu behaupten.

Leichter Gewinnanstieg

Für das vierte Quartal wies das schwedisch-finnische Unternehmen bei praktisch stagnierenden Umsätzen einen leichten Gewinnanstieg aus. TeliaSonera-Aktien legten im frühen Handel um mehr als vier Prozent zu.

Stellenabbau

Die Kostensenkungen in Höhe von fünf bis sechs Mrd. Schwedische Kronen fallen vor allem in Schweden an, aber auch in Finnland sollen mittels Stellenabbau rund eine Mrd. Kronen eingespart werden. Unternehmenschef Anders Igel sagte, in diesem Jahr werde dies das Ergebnis zwar belasten, aber langfristig sollten die Einsparungen als Investition in die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit gesehen werden. In Finnland will TeliaSonera 650 Stellen abbauen. Wieviele Arbeitsplätze in Schweden wegfallen sollen, blieb zunächst unklar.

2000 Kündigungen?

Der schwedische Rundfunk Ekot hatte am Donnerstag berichtet, dass TeliaSonera in drei Jahren insgesamt etwa 2.000 Stellen streichen wolle. Das Unternehmen kündigte bereits Ende vergangenen Jahres ein Kostensenkungsprogramm an, nannte aber damals keine Details.

Für das vierte Quartal 2004 wies TeliaSonera einen Anstieg des Gewinns vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) auf 7,46 Mrd. Kronen von 7,14 Mrd. Kronen im Vorjahr aus. Der Umsatz erhöhte sich leicht auf 21,25 Mrd. Kronen von 21,05 Mrd. Kronen im vierten Quartal 2003, ging aber in den beiden Kernmärkten Schweden und Finnland zurück. Analysten hatten im Schnitt ein Ebitda von 7,34 Mrd. Kronen und einen Umsatz von 21,56 Mrd. Kronen erwartet.(APA/Reuters)

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