Sernetz befürchtet Jobabbau - "Harte Zeiten bis Kartellentscheid"

11. Februar 2005, 18:44
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Konzernchef sieht Phase der Unsicherheit - Abspringen der Kunden und Jobabbau in der Verwaltung zu befürchten

Wien - VA-Tech-Konzernchef Klaus Sernetz sieht im Zuge der Übernahme seines Unternehmens durch Siemens harte Zeiten auf die VA Tech zukommen: Bis die EU-Kommission entschieden hat, wie die kartellrechtlichen Auflagen für den Deal aussehen, stehe der VA Tech eine Phase der Unsicherheit bevor.

Sernetz: "Nächsten fünf bis sechs Monate werden hart"

"Das wird auch die schwierigste Phase für die VA Tech in der Übernahme sein, weil die Kunden ihre Bedenken haben, mit der VA Tech weiter zu arbeiten", erklärte Sernetz heute, Freitag, im Ö1-Morgenjournal des ORF-Radios. "Die nächsten fünf bis sechs Monate werden sehr hart werden."

Sernetz nimmt auch an, dass sich der amerikanische Großkunde General Electric (GE), ein Konkurrent von Siemens, zurückziehen werde.

Jobabbau in der Verwaltung befürchtet

Durch die Zusammenlegung der Aktivitäten von Siemens und VA Tech seien zwar in der Produktion keine Arbeitsplätze gefährdet, weil die Auftragslage gut sei, so Sernetz weiter. Aber in der Verwaltung, vor allem bei der übergeordneten VA Technologie AG, werde rationalisiert. Dort werde es Freisetzungen geben. Zahlen wollte Sernetz nicht nennen.

Er selbst plane nicht, nach der Übernahme bei Siemens weiterzuarbeiten, sagte Sernetz. Er werde aber seine Verantwortung, so lange VA Tech als eigenständiges Unternehmen besteht, bestmöglich wahrnehmen.

Sernetz war erst am 1. Juli 2004 als Nachfolger von Erich Becker VA-Tech-Vorstandschef geworden. Die Übernahme durch Siemens hatte er von Anfang an als "feindlich" bezeichnet. (APA)

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