"1945 bis 2005. Kriegserinnerungen und ihre Gesichter"

11. Februar 2005, 11:23
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Wanderdokumentation über acht Zeitzeugen

Eisenstadt - Das Ende des Zweiten Weltkrieges, das sich heuer zum 60. Mal jährt, nahmen zwei Burgenländer zum Anlass für eine Dokumentation über heimische Zeitzeugen: Der Pinkafelder Fotograf Andreas Bruckner und der PR-Manager Ronni Gollatz aus Großpetersdorf gestalteten die Ausstellung "1945 bis 2005. Kriegserinnerungen und ihre Gesichter", die am Donnerstag Abend im ORF-Landesstudio in Eisenstadt eröffnet wurde.

In Form einer Wanderausstellung geben acht Burgenländer Einblicke in die Geschehnisse der damaligen Zeit und berichten beispielsweise vom Kriegseinsatz als Marinesoldat, von Erlebnissen in Stalingrad und der Normandie vor der Invasion bis hin zum Massaker von Deutsch Kaltenbrunn. "Wir haben auch drei Frauen aus Klostermarienberg getroffen, die den Einmarsch der Roten Armee hautnah erlebt haben", erzählte Bruckner. "Alle Zeitzeugen waren tief bewegt, als sie ihre Erlebnisse schilderten. Diese tiefe Emotion werden durch die Bilder wiedergegeben."

Greifbares Bild

Obwohl viele Ereignisse bereits mehr als 60 Jahre zurückliegen, seien die Texte sehr detailliert und geben ein greifbares Bild über die Geschehnisse. Die Dokumentation soll in den kommenden Wochen in burgenländischen Schulen gezeigt werden. Begleitet wird sie vom Historiker Herbert Zechmeister, der Zusammenhänge erklärt und Fragen beantwortet. "Dadurch stellen wir sicher, dass die Schüler von unserer Dokumentation noch stärker profitieren", meint Gollatz, der das Konzept und die Texte erarbeitet hat.

"Die Wichtigkeit dieses Projekts liegt darin, dass Schüler anhand der Erinnerungen von Zeitzeugen in die Thematik eingeführt werden, um darüber nachzudenken und zu diskutieren", so Kulturlandesrat Helmut Bieler. Unterstützt wird die Durchführung vom Kulturreferat der Landesregierung sowie vom Landesschulrat, AMS, dem ORF Burgenland und privaten Partnern. (APA)

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