Hilfsorganisation berichtet von Exekution von 60 Flüchtlingen im Jänner

12. Februar 2005, 16:59
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Laut Abgaben des "Hauptquartiers für den Schutz nordkoreanischer Flüchtlinge" - Als Abschreckung von Flucht nach China

Seoul - Nordkorea hat nach Angaben einer regierungsunabhängigen Organisation in Südkorea Mitte Jänner angeblich bis zu 60 Flüchtlinge hingerichtet. Die Exekutionen seien als Warnung an alle Nordkoreaner gedacht, die sich in den Süden der koreanischen Halbinsel absetzen wollten, erklärte das "Hauptquartier für den Schutz nordkoreanischer Flüchtlinge" am Freitag in Seoul. Eine unabhängige Bestätigung der Angaben gab es nicht.

"Nordkorea hat acht bis neun Flüchtlinge öffentlich hingerichtet, die Mitte Jänner von China nach Chongjin in der Provinz Nord-Hamgyeong zurückgeschickt worden waren," hieß es unter Berufung verschiedener Quellen. Die anderen seien etwa zur gleichen Zeit in verschiedenen Gefängnissen in Nordkorea umgebracht worden. Bei den Hingerichteten habe es sich um Nordkoreaner gehandelt, die erfolglos versucht hätten, auf das Gelände ausländischer diplomatischer Vertretungen in China einzudringen.

Nach Schätzungen leben etwa 150.000 Nordkoreaner in China im Untergrund, die vor Hunger und Verfolgung in ihrem kommunistischen Heimatland über die Grenze geflohen sind. Von der chinesischen Polizei aufgegriffene Flüchtlinge werden nach Nordkorea zurückgeschickt. (APA/dpa)

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