Ende des Lottofiebers in Italien

12. Februar 2005, 17:56
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Nummer 53 wurde gezogen - vier Milliarden Euro auf diese Zahl gesetzt

Rom - Ende des Lottofiebers in Italien: Die Zahl 53, nach der Millionen von Spielern gejagt haben, ist am Mittwochabend gezogen worden. Die Italiener hatten in den vergangenen Wochen vier Milliarden Euro auf die Zahl, die seit fast zwei Jahren nicht mehr gezogen wurde. Jede italienische Familie hat im Durchschnitt 227 Euro in den vergangenen Monaten auf die 53 gesetzt. Am eifrigsten tippte man in Rom und in der Lombardei.

Bei der letzten Ziehung hatten 60 Prozent der Lottospieler auf diese Zahl gesetzt. Wer die richtige Kombination mit der Nummer 53 erraten hat, gewann 850 Millionen Euro, berichteten italienische Medien am Donnerstag.

Die Lottomanie hat in den vergangenen Wochen bereits mehrere Menschen in den finanziellen Ruin getrieben. Schulden wegen kolossaler Lottowetten stehen laut den Ermittlern hinter dem Doppelmord, den ein Pensionist in Florenz vor drei Wochen begangen hat. Der Mann brachte seine Frau und seinen Sohn um und nahm sich dann das Leben. In seiner Wohnung wurden Dutzende von Lottoscheine gefunden. (APA)

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