Sharon lehnt Volksabstimmung über Gaza-Rückzug ab

12. Februar 2005, 20:16
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Ministerpräsident: Referendum würde Verzögerung bedeuten

Jerusalem - Der israelische Ministerpräsident Ariel Sharon lehnt eine Volksabstimmung über den von ihm forcierten Rückzug aus dem Gazastreifen kategorisch ab. Vor Mitgliedern seiner Likud-Partei erklärte Sharon am Donnerstag in Tel Aviv, bei der Forderung nach einem Referendum handele es nur um eine Verzögerungstaktik. Wer eine Volksabstimmung fordere, lehne den Rückzug ab. "Meine Haltung zum Referendum ist klar", sagte Sharon.

"Ich bin völlig dagegen. Es wird kein Referendum geben." Erst am Dienstag hatte Außenminister Silvan Shalom erklärt, er wolle Sharon zu dem Referendum bewegen, das vor allem von Siedlern und ihren Anhängern gefordert wird. Auch Parlamentspräsident Reuven Rivlin sprach sich dafür aus. In jüngsten Umfragen waren etwa 65 Prozent der Befragten für den Abzug. Doch auch eine Zustimmung würde die Umsetzung des Planes um Monate verzögern. (APA/AP)

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