Eltern wollen Betreuungsmilliarde

14. Februar 2005, 11:03
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Für einheitliches Niveau der Beiträge für ganztägige Betreuung

Für die Ausschüttung einer "Betreuungsmilliarde" in den kommenden fünf bis zehn Jahren plädieren die Eltern. Diese Summe solle verwendet werden, um vorschulische Bildung und ganztägige Betreuung der Kinder für alle Eltern erschwinglich zu machen, forderte der Vorsitzende des Dachverbands der Elternvereine an den Pflichtschulen, Kurt Nekula, gegenüber der APA.

Einheitliche Beiträge

Außerdem müsse es an allen Schulen einheitliche Eltern-Beiträge für die Nachmittagsbetreuung geben - es könne nicht sein, dass diese an den Bundesschulen bis zu 80 Euro im Monat koste und an Pflichtschulen wesentlich mehr.

Bundesmittel nötig

Dafür müsse das Bildungsministerium bzw. der Bund Geld in die Hand nehmen, so Nekula: "Es reicht nicht zu sagen, liebe Gemeinden, verlangt's bitte nicht mehr." Es dürfe nicht nur vom Glück abhängen, ob man in einer Gemeinde lebe, deren Schulen niedrige Beiträge einhebt. "Zum Ausgleich braucht man Bundesmittel", so Nekula.

Sozial gestaffelt

An den Bundesschulen (v.a. AHS) wird für die ganztägige Betreuung derzeit bis zu 80 Euro pro Monat eingehoben, für Niedrigverdiener gibt es eine soziale Staffelung. Unterhalb einer gewissen Einkommensgrenze ist die Betreuung für die Eltern kostenlos. An den Pflichtschulen (v.a. Volksschulen, Hauptschulen, Sonderschulen) werden unterschiedlich hohe Beiträge verlangt, die allerdings nie über die tatsächlichen Kosten für die Betreuung hinausgehen dürfen.

Unterschiedliche Beträge

Die Eltern-Akzeptanz für Beiträge ist je nach Umfrage unterschiedlich. Laut einer im Vorjahr erstellten Studie der Arbeiterkammer würde für ein Drittel der Eltern für Essen, Lernbetreuung sowie Freizeit- und Sportmöglichkeiten ein Beitrag von 50 Euro akzeptabel sein. 17 Prozent würden bis zu 70 Euro zahlen, 16 Prozent bis 100 Euro sowie zehn Prozent bis zu 150 Euro bzw. darüber. Laut einer ebenfalls im Vorjahr publizierten Regierungs-Studie dürfte die Nachmittagsbetreuung mit Mittagessen, Freizeitaktivitäten und Hausaufgaben hingegen für zwölf Prozent bis zu 50 Euro kosten, 31 Prozent nannten 51 bis 100 Euro; 56 Prozent wäre die Aufsicht mehr als 100 Euro im Monat wert. (APA)

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