Maue Quoten: "Die Burg" wird es nicht noch einmal geben

3. März 2005, 11:28
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ProSieben-Chef Jocic "über­rascht, welche Wendung die Show nahm" - "Reality-Dichte" werde zurückgehen - Neues Vorbild HBO: Eigenproduzierte Serien im Herbst

Das am Montag zu Ende gegangene ProSieben-Spektakel "Die Burg" hat keine Aussicht auf eine Neuauflage. "Ein Format wie 'Die Burg' wird es bei ProSieben nicht mehr geben", sagte Dejan Jocic, Geschäftsführer des Privatsenders, in einem am Freitag erscheinenden Interview mit dem Branchendienst "kress report".

ProSieben hatte mit der auf der niederösterreichischen Burg Rappottenstein produzierten Show nur unterdurchschnittliche Quoten erzielt.

"Durch die Aufteilung in Pöbel und Adel haben wir eine Situation geschaffen, die vergleichbar mit dem Film 'Das Experiment' war. Das war nicht unsere Absicht. Im Mittelpunkt sollte die Zeitreise stehen. Wir wurden überrascht, welche Wendung die Show nahm."

Jocic sagte weiter, dass die "Reality-Dichte" zurückgehen werde. "Wir haben so viele gute Inhalte aus unserem Kernprogramm US-Fiction, sowohl bei den Serien als auch bei den Blockbustern, dass wir kaum Platz für andere Produkte haben." Im Unterhaltungsbereich konzentriere sich der Sender auf "große Entertainment-Shows und innovative Formate". Im Herbst sollen außerdem eigenproduzierte Serien starten. Vorbild sei die US-Pay-TV-Plattform HBO. "Mit verrückten Ideen, überraschenden Inhalten und vor allem hochwertiger Produktion", so Jocic. (APA/dpa)

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    foto: prosieben
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