Banküberfall von Donnerstag geklärt: Bande festgenommen

15. Februar 2005, 09:03
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Ein Brüderpaar und drei Frauen sollen für eine Serie von Überfällen in Wien verantwortlich sein

Wien - Ein Brüderpaar, ihre Schwester und die Freundinnen der Männer sollen eine Serie von Banküberfällen in Wien begangen haben.

Der 18-Jährige und sein 23-jähriger Bruder raubten nach Angaben der Polizei innerhalb weniger Monate drei Geldinstitute aus. Die Frauen sollen dabei Schmiere gestanden haben. Nach dem letzten Überfall am Donnerstag wurde zunächst der 18-Jährige bei der Flucht erwischt. Am Abend wurden die anderen vier Verdächtigen festgenommen, ehe sie sich ins Ausland absetzen konnten. Die Verdächtigen stammen aus Rumänien. Bei ihren Wien-Aufenthalten wohnten sie in Hotels.

Überfall mit Handyanweisungen

Die Überfälle wurden immer nach einem Schema durchgezogen. Die Brüder drohten mit einer Spielzeugpistole und flüchteten zu Fuß. Die drei Frauen hielten vor dem Gebäude Wache und hielten ihre Komplizen über Mobiltelefone auf dem Laufenden.

Netzfahndung

Die Männer hatten sich bei ihrem Überfall am Donnerstag bei der Flucht getrennt. Durch die Netzfahndung, die nicht nur den Tatort, sondern auch die Umgebung absichert, sei der jüngere Bruder von einem Streifenwagen überwältigt werden.

Sechs Banken seit Jahresbeginn überfallen

Seit Jahresbeginn sind in Wien schon sechs Banken überfallen worden. Drei Delikte gelten nunmehr als geklärt, zwei davon werden fünf verhafteten Rumänen zur Last gelegt. "Wir haben erstmals festgestellt, dass rumänische Straftäter geplante, professionell durchgeführte Banküberfälle begehen", erkläte der Leiter der Wiener Kriminaldirektion 1 (KD1), Dr. Ernst Geiger.

Die Überfälle haben sich am 10. November 2004 in der Bank Austria in der Kaiserstraße 55, Neubau, am 4. Februar in der Bank Austria, Gumpendorfer Straße 77, Mariahilf und am Donnerstag in der Bank Austria, Triester Straße, Favoriten zugetragen.

Gefärbte Scheine bei Verdächtigen gefunden

In der Kaiserstraße war ein sechsstelliger Betrag geraubt worden und das Alarmpaket, das einen Großteil der Beute unbrauchbar gemacht hat. "Wir haben noch gefärbte Scheine bei den Verdächtigen gefunden", sagte Geiger.(APA)

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