Wenn der Körper Organtransplantate nicht annimmt

15. Februar 2005, 10:44
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Neue Erkenntnisse zu einem Teil der Nierenabstoßungen

Berlin - Berliner Forscher haben die Ursache für einen Teil der Abstoßungen von Nierentransplantaten gefunden. In etwa fünf Prozent der Fälle bildeten die Patienten einen Antikörper, der einen für die Regulation von Gefäßen und den Salz-Haushalt wichtigen Rezeptor aktiviere, schreiben die Wissenschafter um Duska Dragun vom Universitätsklinikum Charite im Fachmagazin "New England Journal of Medicine" (Bd. 352, Nr. 6, S. 558). Entzündliche Schäden der Gefäße und schwerer Hochdruck seien die Folge und führten vermutlich zum Versagen des Transplantats.

Mit Medikamenten, die den Rezeptor blockieren, könne man die Organschädigung nachweislich verhindern. Eine weitere Möglichkeit sei, die Antikörper aus dem Blutplasma zu filtern, schreiben die Forscher. Insgesamt sind ein Zehntel der Abstoßungen von Nierentransplantaten darauf zurückzuführen, dass der Patient Antikörper bildet und so das Immunsystem gegen das neue Organ "aufbringt". (APA/dpa)

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