Playmobil mit Rekordumsatz im Geburtstagsjahr

18. Februar 2005, 14:27
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Neue Investitionen im Inland angekündigt - Verlagerung nach Fernost derzeit ausgeschlossen

Zirndorf - Der deutsche Spielwarenhersteller Playmobil hat 30 Jahre nach der Erfindung seiner kleinen Plastikfiguren 2004 das erfolgreichste Geschäftsjahr in der Firmengeschichte erzielt. Genaue Angaben zum Gewinn machte das Familienunternehmen jedoch nicht.

Wie Geschäftsführerin Andrea Schauer am Mittwochabend mitteilte, stieg der Umsatz der Spielzeugmarke um 11 Prozent auf 359 Millionen Euro. Allein in Deutschland verbuchte das Unternehmen ein Plus von 15 Prozent und überholte laut eigenen Angaben beim Weihnachtsgeschäft im November als neue Nummer Eins erstmals die Konkurrenten Lego und Mattel.

Zweistelliges Innlandsplus

Im Inland erzielt das Unternehmen 44 Prozent seines Gesamtumsatzes, wichtigster Auslandsmarkt ist Frankreich. Dagegen schreibt Playmobil laut Schauer in den USA weiter Verluste. Hier habe sich die Handelsstruktur nach dem Konkurs des wichtigsten Fachhandelspartners weiter verschlechtert. Im größten Spielzeugmarkt der Welt macht Playmobil weniger als 6 Prozent seines Umsatzes.

Investitionen in deutschen Produktstandort

Schauer kündigte für 2005 neue Investitionen von 53 Millionen Euro an, hauptsächlich für eine Erweiterung des Produktionsstandorts Dietenhofen sowie neue Maschinen und Spritzgussformen. Mit der Erweiterung der Produktion sei auch die Schaffung neuer Arbeitsplätze verbunden.

Zusätzlich sollen 25 Millionen in den Ausbau des Zirndorfer Playmobil-Erlebnispark investiert werden. Zudem suche das Unternehmen derzeit in West- und Norddeutschland nach einem Gelände für einen zweiten Freizeitpark, kündigte Schauer an.

Playmobil schuf im vergangenem Jahr mehr Stellen im Inland, während im Figurenwerk auf Malta durch Rationalisierungen in der Produktion rund 40 Arbeitsplätze durch Fluktuation abgebaut wurden. In Deutschland wuchs die Zahl der Beschäftigten um knapp 7 Prozent auf 1.343, weltweit beschäftigt Playmobil 2.492 Mitarbeiter.

Kein Abwandern nach China

Firmenchefin Schauer schloss erneut Produktionsverlagerungen nach China für absehbare Zeit aus. "Wir verhalten uns in vieler Hinsicht konträr zu anderen Herstellern der Branche: Kein Erwerb teurer Lizenzen, keine Computerspiel, keine Fernost-Fertigung, sondern Beibehalten der Kernkompetenz", betonte sie. Dies gehöre seit Jahrzehnten zum Erfolgsrezept von Playmobil und habe das Unternehmen vor Fehlern anderer Konkurrenten bewahrt. (APA/AP)

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    Spielwarenhersteller freut sich über Rekordumsatz - Umfangreiches Investitionsprgramm angekündigt

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