Annan will sexuelle Ausbeutung durch UN-Soldaten stärker bekämpfen

10. Februar 2005, 11:17
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Nach dem Willen des UN-Generalsekretärs sollen hundert zusätzliche Militärpolizisten im Kongo eingesetzt werden

New York - Rund hundert zusätzliche internationale Militärpolizisten sollen nach dem Willen von UN-Generalsekretär Kofi Annan im Kongo gegen die sexuelle Ausbeutung von Mädchen und Frauen durch UN-Blauhelmsoldaten vorgehen. Die Bitte um Bereitstellung der Mittel für den Einsatz zusätzlicher Kräfte übermittelte Annan am Mittwoch dem UN-Sicherheitsrat in einem Brief.

Verstärkte Aufklärung und Strafverfolgung

Zugleich berichtete er dem Rat über Fortschritte bei der Aufklärung und Verfolgung des sexuellen Missbrauchs durch Blauhelmsoldaten im Kongo. Die stellvertretende UN-Generalsekretärin Angela Kane leite vor Ort die Ermittlungen gegen UN-Soldaten, die in dem afrikanischen Land Sex mit teils erst 13 Jahre alten Mädchen hatten und dafür mit Nahrungsmittel oder Almosen bezahlten.

Vorwürfe der sexuellen Ausbeutung und des Kindesmissbrauchs durch UN-Soldaten in der kongolesischen Stadt Bunia waren im vergangenen Jahr laut geworden. Annan hatte daraufhin Ermittlungen und die Unterbindung derartiger Straftaten angeordnet. An der UN- Friedensmission in Kongo sind derzeit rund 11.500 Soldaten, 150 Polizisten und 700 Zivilbeschäftigte beteiligt. (APA)

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    UN-Generalsekretär Annan tritt für verschärfte Starfverfolgung bei sexueller Ausbeutung von Mädchen und Frauen durch "Blauhelme" ein.
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