US-Luftfahrtbehörde wurde vor 11. September 52 Mal gewarnt

12. Februar 2005, 18:43
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Berichtet die "New York Times" - Warnungen vor El Kaida und Osama bin Laden erst jetzt veröffentlicht

Washington - Die US-Luftfahrtbehörde FAA hatte in den Monaten vor den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zahlreiche Warnungen vor Entführungen und Selbstmordanschlägen erhalten, berichtet die "New York Times" (Donnerstagsausgabe). Diese Warnungen seien zum Teil von der eigenen Sicherheitsabteilung der Behörde verfasst worden, hätten aber zu keiner Änderung der Praxis auf Flughäfen und nicht zu mehr Kontrollen geführt. Die "NYT" beruft sich auf einen bisher nicht veröffentlichten Teil des Berichts der 9/11-Untersuchungskommission.

Der Untersuchungsbericht war im vergangenen Sommer als Buch herausgegeben worden, ein Teil der bisher aus Gründen der nationalen Sicherheit geheim gehaltenen Erkenntnisse wurde nun dem Nationalarchiv übergeben. Demnach habe die US-Luftfahrtbehörde von April bis zum 10. September 2001 52 Warnungen erhalten, in denen die Terrororganisation El Kaida oder deren Anführer Osama bin Laden erwähnt wurden. Die Behörde habe sich aber offenbar mehr auf die Beseitigung von Verspätungen in der Luftfahrt als auf Sicherheit und Kontrollen konzentriert.

Eine Sprecherin der FAA wies den Vorwurf der mangelhaften Beachtung der Terrorwarnungen durch die Behörde zurück. Die Warnungen seien zu unspezifisch gewesen um konkrete Schritte zu setzen. Die FAA habe ohnehin vor dem 11. September 2001 mehr Einheiten zur Sprengstofferkennung eingesetzt. (APA)

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    Hätten die Anschläge vom 11. September 2001 verhindert werden können? Die US-Luftfahrtbehörde hatte jedenfalls unzählige Mal gewarnt.

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