Messerattentat auf Ärztin in Niederösterreich: Patient dachte HIV-positiv zu sein

12. Februar 2005, 17:32
20 Postings

19-Jähriger war überzeugt erkrankt zu sein und wollte Ärztin nicht glauben, dass er nicht an der Immunschwächekrankheit leide

St.Pölten - Im niederösterreichischen Klinikum Mostviertel in Amstetten ist am Mittwoch eine 36-jährige Ärztin bei einem Messerattentat verletzt worden.

Dem Vorfall ging ein Streit um ein Medikament voraus. Ein 19- Jähriger Somalier war überzeugt HIV-positiv zu sein, er wollte der Ärztin jedoch keinen Glauben schenken, dass er keinesfalls erkrankt sei.

Als der Streit eskalierte fügte der 19-Jährige der Ärztin im Aufenthaltsraum mit einem Klappmesser Stichwunden im Oberschenkel und der Schulter zu, berichtete die Sicherheitsdirektion Niederösterreich.

Das Opfer konnte noch selbstständig fliehen und wurde sofort notoperiert. Ein Pfleger hinderte den Täter bis zum Eintreffen der Gendarmerie an der Flucht. Gegen den Tatverdächtigen wurde vom Staatsanwalt die Verhängung der Untersuchungshaft wegen versuchten Mordes beantragt. Die Ärztin soll am Freitag zu der Bluttat befragt werden. (APA)

Share if you care.