Fasching mit der "ZiB"

22. März 2005, 16:05
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Comedyhirtin Marion Petric breitet Thurnher imitierend ihr komödiantisches Talent vor uns aus ...

O.k., es war Faschingsdienstag. Trotzdem: Wer erwartet schon, beim Dösen vor der von Ingrid Thurnher moderierten "ZiB 2" von der endlich hinter sich geglaubten Narrenzeit noch schlagartig eingeholt zu werden? Es bahnte sich harmlos an: Ein Beitrag über Promi-imitierende Radioweckerkollegen, die Ö3-Comedyhirten, sollte folgen. Diese würden "leider keine Berührungsängste" kennen, so Thurnher, verständnisvoll lächelnd.

ORF-Eigenwerbung also, nichts Neues. Nach der Einspielung wird erst die Dimension des Selbstbeweihräucherungsversuchs klar: Comedyhirtin Marion Petric breitet Thurnher imitierend ihr komödiantisches Talent vor uns aus. Vor Peinlichkeit möchte man den Raum verlassen, wenn sie erklärt, dass 3sat deshalb 3sat heißt, weil da nur drei Leute zusehen. Die richtige Thurnher fällt ihr ins Wort, aber Erlösung kommt nicht, sondern ein Interview. Ob das mit den Versprechern bei der "ZiB"-Parodie sein müsse, fragt Thurnher, diesmal schalkhaft-verschämt lächelnd. Schwerer Fehler: Petric schlägt im Thurnher-Comedymodus zurück und spricht kaum mehr ein Wort richtig aus. Ein wenig komisch ist Petric erst, als sie als Gerda Rogers ausgerechnet vor Besoffenen warnt.

Auf Video nachgestoppt: Beitrag und Interview dauerten knapp sechseinhalb Minuten, Nahostgipfel-Bericht inklusive Moderation zweieindrittel. (pum/DER STANDARD; Printausgabe, 10.2.2005)

  • Fasching feiern mit Ingrid Thurnher
    foto :orf

    Fasching feiern mit Ingrid Thurnher

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