Programmauftrag "muss ernst genommen werden"

5. April 2005, 21:05
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"der FreiRaum": Eine Gruppe von Mitarbeitern "mit Veränderungswillen" sorgt sich um die Zukunft des ORF - Charta als Download

Um die Zukunft des ORF geht es kommende Woche beim nächsten "Montagsgespräch" des STANDARD. Um die sorgt sich auch eine Gruppe von Küniglbergern, die ihr Initiator und ORF-Redakteur Klaus Unterberger Montagabend auf dem Podium vertritt. "der FreiRaum" nennt sich die laut Eigendefinition unabhängige, offene Plattform von ORF-Mitarbeitern "mit Veränderungswillen", Medienexperten und interessierten Gebührenzahlern.

"Wir gehen davon aus, dass öffentlich-rechtlicher Rundfunk einen unverwechselbaren Charakter entwickeln muss", sagt Unterberger: "Wir sind für einen möglichst starken öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Aber für einen, der diesen Namen auch verdient."

ORF-Gesetz "muss ernst genommen werden"

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk sei kein "Generalunternehmer der Nation, der in einer vermeintlichen Verdummungsspirale mit den Privaten konkurriert", sondern "Dienstleister im öffentlichen Auftrag". Den Programmauftrag definiert das ORF-Gesetz. "Die darin festgehaltenen Absichten des Gesetzgebers müssen auch ihrem Sinn entsprechend ernst genommen und verwirklicht werden", fordert die Plattform in ihrer "Charta". Bildungs- und Kulturauftrag sowie Distanz zu den Parteien seien "verbindlicher Auftrag gegenüber Öffentlichkeit und Gebührenzahlern".

Der frühere ORF-Wissenschaftschef Alfred Payrleitner, Essayist Franz Schuh und der langjährige Generalsekretär der Industriellenvereinigung Herbert Krejci kamen zu Diskussionen. ORF-Generaldirektorin Monika Lindner will Unterberger einladen. (fid/DER STANDARD; Printausgabe, 10.2.2005)

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