Sanierung im Belvederegarten und weitere Hochhausdebatte

15. Februar 2005, 21:23
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Denkmalschützer protestieren, Stadt Wien beruhigt

Wien – Die Sanierungsarbeiten im Belvederegarten gehen in die nächste Runde: Heuer beginnt die Sanierung der historischen Brunnenanlagen. Insgesamt zwölf Becken inklusive der großen Kaskade werden abgedichtet, außerdem sollen die Figurengruppen und Einfassungen der Becken in Schuss gebracht werden. Den Anfang des auf mehrere Jahre angelegten Projektes machen 2005 die Brunnen im Kammergarten. Wann der große obere Teich in Angriff genommen wird, ist noch offen.

Indes entzündet sich im Umfeld des Belvederes wieder eine neuerliche Hochhausdebatte: Am Gelände des heutigen Wiener Süd- und Ostbahnhofs sollen im Zuge der Errichtung des neuen Zentralbahnhofs einige Hochhäuser mit einer Höhe von bis zu 100 Metern entstehen. Den Masterplan dafür hat der Gemeinderat im Dezember beschlossen. Jetzt warnt die Österreichische Gesellschaft für Denkmal- und Ortsbildpflege vor den Bauten. Sie wären nicht mit dem Weltkulturerbe-Prädikat der Unesco verträglich, weil sie in unmittelbarer Nähe des Schlosses Belvedere errichtet würden.

Im Büro des Planungsstadtrates Rudolf Schicker (SP) hieß es am Mittwoch dazu: "Es wurde bei der Masterplanung berücksichtigt und wir werden auch bei der Flächenwidmung berücksichtigen, dass der Blick auf das Belvedere nicht beeinträchtigt wird." Außerdem stünden alle Bauten außerhalb der Welterbe-Zone. (APA, frei / DER STANDARD, Print-Ausgabe, 10.2.2005)

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