Miklautsch besucht Traiskirchen

11. Februar 2005, 16:09
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Lob für Beamte - Hinweis auf "sehr lange Verfahrensdauer" bei Asylanträgen

Traiskirchen - Justizministerin Karin Miklautsch (F) hat am Mittwoch das Flüchtlingslager Traiskirchen besucht. Im Rahmen eines Lokalaugenscheins lobte die Politikerin die Leistung der Beamten und wies auf die "sehr lange Verfahrensdauer" bei Asylanträgen sowie auf die "gute Grundversorgung" der Flüchtlinge hin.

In der Erstaufnahmestelle ließ sich Miklautsch vom Eurodac "registrieren". Das Gerät übermittelt Fingerabdrücke von Asylwerbern an eine zentrale Datenbank in Brüssel. Dort wird anschließend überprüft, ob bereits ein Antrag gestellt wurde und leitet weitere Verfahrensschritte ein. Danach diskutierte die Ministerin mit Vertretern des Innenministeriums über die unterschiedlichen Verfahrensweisen und -dauern in den Ländern der EU.

"In Österreich ist die Verfahrensdauer sehr lang, auch die Grundversorgung ist gut. Deshalb ist es für Flüchtlinge auch sicher angenehmer, in Österreich einen Asylantrag zu stellen als etwa in Deutschland", so Miklautsch. Im Verhältnis zur Einwohnerzahl liegt Österreich bei den Asylanträgen derzeit an dritter Stelle in Europa. Die Zahl der Anträge pro Jahr sei jedoch seit zwei Jahren rückläufig.

Nach der Besichtigung der Erstaufnahmestelle traf die Justizministerin noch mit dem stellvertretenden Leiter der Außenstelle des Bundesasylamtes, Dieter Lengauer, zu einem informellen Gespräch zusammen. In Traiskirchen sind derzeit 800 Flüchtlinge untergebracht, etwa 20 bis 30 werden täglich neu aufgenommen. (APA)

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