A2: "Section Control" am Wechsel in Betrieb

18. Februar 2005, 17:04
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Mobile Anlage soll auf sechs Kilometer-Teilstück Unfälle auf nasser Fahrbahn reduzieren

Wien - Die monatelange Diskussion um die Inbetriebnahme der "Section Control" auf der Südautobahn (A2) am Wechsel zwischen Krumbach und Grimmenstein ist vorbei. Laut Asfinag ist die zweite Anlage in Österreich - neben jener im Kaisermühlentunnel auf der Südosttangente in Betrieb gegangen. Ursprünglich war der Startschuss für diese "Section Control" für April 2004 geplant gewesen.

Regensensoren funktionieren

"In der ursprünglichen Version waren aber weder die Regensensoren noch die automatische Umschaltung auf 80 km/h vorgesehen", erklärte Asfinag-Sprecher Harald Dirnbacher. Sie schalteten zu schnell auch bei geringer Feuchtigkeit auf 80 km/h zurück. Diese Kinderkrankheiten sollen jetzt behoben sein. Die Koten für die Anlage am Wechsel betragen laut Asfinag rund eine Million Euro.

Unfälle reduzieren

Die "Section Control" auf dem sechs Kilometer-Teilstück am Wechsel soll vor allem die Unfälle auf nasser Fahrbahn - laut Asfinag gab es allein in den vergangenen drei Monaten derer zehn auf Grund von erhöhter Geschwindigkeit - reduzieren. "Wir erhoffen uns, dass dieser gefährliche Autobahnabschnitt wesentlich sicherer wird", sagte Asfinag-Vorstand Franz Lückler. "Schlechte Sicht durch Sprühfahnen bei nasser Fahrbahn sowie der rasch aufeinander folgende Kurvenwechsel bei gleichzeitig durchschnittlich sehr hohen Geschwindigkeiten machen den Wechsel zu einem der unfallträchtigsten Autobahnabschnitte Österreichs."

Zweite Anlage in Vorbereitung

Zwei weitere Anlagen sind bereits in Vorbereitung. Eine mobile Einheit soll bis März im Baustellen-Abschnitt Haid-Sattledt (OÖ) auf der A1-Westautobahn eingerichtet werden, die nächste ist auf der S16 (Arlberg-Schnellstrasse) in Vorarlberg geplant.

Wie funktioniert das System der "Section Control"? Es handelt sich dabei um ein Streckenradar, das die Durchschnittsgeschwindigkeit für eine bestimmte Strecke ermittelt. Beim Ein- und Ausfahrtspunkt werden die Kennzeichen der passierenden Fahrzeuge mit Kameras erfasst und anschließend etwaige Übertretungen anhand der Zeitdifferenz errechnet. (APA)

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